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Langenfeld
Niedrigzinsen stellen Sparkassen vor Probleme

Langenfeld. Wie kann die örtliche Sparkasse in Zeiten der Niedrigzinsen ihre Selbstständigkeit bewahren? Vor allem diese Frage interessierte die rund 70 Mitglieder und Gäste, die zum März-Stammtisch des Industrievereins in den Vortragssaal der Stadt-Sparkasse gekommen waren. Vorsitzender Gerhard Witte beschrieb einleitend die Notwendigkeit der mittelständischen Firmen, zuverlässige Finanzpartner vor Ort zu finden.

Dirk Abel, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse, bestätigte in seinem Referat, dass die Niedrigzinsen nicht nur für die Sparer und Anleger sondern (auch) für die Sparkassen ein Problem darstellen. "Geld kostet nichts mehr, Zinsen und Zinseszins gibt es so gut wie nicht mehr". Prognosen seien schwierig, weil es keine Erfahrungen mit so langanhaltenden Niedrigzinsphasen gebe. Aktuell werfen Bundesanleihen mit acht Jahren Laufzeit eine negative Rendite ab. Der Zinsüberschuss macht rund 80 Prozent der Erträge aus, Fachleute prognostizieren einen weiteren Rückgang der Gewinne vor Steuern bis 2019 von 25 Prozent", malte Abel ein eher trübes Bild, auch weil "dieser Rückgang nicht durch Provisionssteigerungen kompensiert werden kann".

(mmo)
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