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Langenfeld
NRW-Preis für Verpackungslabor in Richrath

Langenfeld. Die Firma bits-to-dots fertigt Prototypen für den Verkauf in Supermärkten. Für das Land ist es ein Vorzeigeunternehmen. Von Martin Mönikes

Im Wettbewerb "NRW-Wirtschaft im Wandel" hat eine Expertenjury unter Schirmherrschaft von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin Unternehmen prämiert, die den Strukturwandel des Bundeslandes hin zu einem vielfältigen und zukunftsstarken Wirtschaftsstandort in vorbildlicher Weise symbolisieren. Ein Preisträger ist mit seinem in Solingen gegründeten Unternehmen seit 2009 in Langenfeld ansässig. Die Richrather Firma bits-to-dots fertigt Muster und Prototypen im Verpackungsbereich.

Internationale Kunden und große deutsche Markenartikelproduzenten lassen an der Otto-Hahn-Straße Muster-Verpackungen machen. Schwerpunkte sind Süßigkeiten und Hygieneartikel. Egal, ob Katzenfutter, Babywindeln oder Schokolade, wie gut sich ein Produkt am Markt bewährt, hängt (auch) von der Verpackung ab. "Neue Produkte müssen als attraktiv empfunden werden, vom ersten Spot in der TV-Werbung bis zur dutzendfachen Präsentation im Supermarktregal", erklärte Firmenchefin Andrea Berrenbaum im RP-Gespräch. Ihre "Mocks" - so der Fachausdruck für die Verpackungs-Dummys - werden in mehr als 70 Länder exportiert. Die Prototypen entsprechen in der Optik und Haptik der späteren Originalauflage.

Es kommt auf viele Details an: Passen Verpackung und Produkt zusammen? Sind die gesetzlichen Vorgaben beachtet? Passen die Nähte, funktionieren Verschluss und Öffnung? Sind die Texte - ob lateinische Buchstaben, kyrillische oder arabische Schriftzeichen lesbar? Verletzt die Farbgebung oder Verpackungsform fremde Markenrechte? Bleibt das Produkt frisch? Was kostet die Serienfertigung? In dieser frühen Phase ersetzen andere Stoffe die spätere Füllung, Sand statt Senf, Kunststoff statt Käse, Kunststoffhohlkörper statt Schokohasen. Natürlich muss am Ende auch das tatsächliche Produkt in die neue Verpackung. Für viele Verpackungsideen und -formen werden zudem "Sparmodelle für den deutschen Markt" entwickelt.

Das Unternehmen setzt mit zwölf Mitarbeitern eine Mischung aus traditionellen Handwerk und neuer Technologie ein. Und falls doch einmal etwas nicht passt? Dann wird in der Werkstatt gebastelt und eine Lösung gefunden. Dadurch wurde ein Unternehmen geschaffen, das für die dritte Generation so attraktiv ist, dass sich Tochter Meike für die Fortführung entschieden hat.

2014 wurde das Unternehmen bereits "Digitaldrucker des Jahres". Am 2. September 2016 nun kommen die Preisträger im Ministerium für Wirtschaft in Düsseldorf zusammen, um ihre Auszeichnung von Wirtschaftsminister Garrelt Duin entgegenzunehmen.

Quelle: RP
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