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Kreis Mettmann
Ökoprofit: 10 Betriebe senken Energiekosten

Kreis Mettmann: Ökoprofit: 10 Betriebe senken Energiekosten
In der Produktion bei Kronenberg wird unter anderem die Abwärme genutzt, um damit Wasser zu erwärmen, das in den Heizkreislauf fließt. FOTO: ola
Kreis Mettmann. "Klimaschutz mit Gewinn" ist das Motto des Projekts, das Betrieben dabei hilft, viel Geld zu sparen. Der Kreis Mettmann organisiert es alljährlich seit 2011 unter dem Namen "Ökoprofit". Von Ilka Platzek

Energie sparen, den Ausstoß des Treibhausgases CO2 senken und damit Geld sparen - das wollen alle Teilnehmer des Umwelt-Projekts "Ökoprofit" des Kreises Mettmann. Im Januar haben sie damit begonnen, ihre Energie- und Materialverbräuche zu ermitteln und Einsparpotenziale zu finden. Gestern zogen die zehn Betriebe, die bei der aktuellen vierten Staffel dabei sind, in Haan bei der Firma Kronenberg (Kronenberg Allee 1) eine Zwischenbilanz. Alle Beteiligten haben berichtet, was sie unternommen haben, um ihre Ziele in Sachen Umweltschutz zu erreichen. Und: Alle konnten bereits erste Erfolge vorweisen.

"Der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit allen Ressourcen ist uns besonders wichtig", so der Gastgeber, Geschäftsführer Ralf M. Kronenberg. Vor drei Jahren ist das knapp 150 Jahre alte Produktionsunternehmen für Stanz- und Kunststoffteile an den neuen Standort in Haan gezogen und hat hier bereits höchste energetische Standards im Neubau umgesetzt. So wird zum Beispiel die Abwärme der Druckluftanlage genutzt, um damit Wasser zu erwärmen, das in den Heizkreislauf fließt.

Sparerfolge stellen sich aber auch ein ganz ohne Investitionen: So wird das Neanderbad in Erkrath einfach durch eine Nachtabsenkung der Leistung der Umwälzpumpen um 50 Prozent und eine der Lüftungsanlage um bis zu 70 Prozent voraussichtlich etliche 1000 Euro einsparen. Allein für die Absenkung der Wassertemperatur im Außenbecken von 27 auf 26 Grad rechnet das Bad damit, etwa 4000 Euro jährlich weniger ausgeben zu müssen.

Erstaunt waren auch die Mitarbeiter der Wachtel GmbH aus Hilden, als sie ihren Verbrauch an Druckpapier bilanzierten: 480.000 DIN A4 Bogen pro Jahr ergab die Erhebung. Durch veränderte Einstellungen an Kopierern und PCs sowie die Motivation der Mitarbeiter können hier allein zehn Prozent eingespart werden.

Auch Abfalltrennung ist wieder ein Thema bei den teilnehmenden Betrieben: Von Kosteneinsparungen von über 1.000 Euro gehen sowohl die Firma Horstmann aus Heiligenhaus als auch das Berufskolleg Niederberg in Velbert durch optimierte Sammel- und Trennsysteme aus. Die Firma Wachtel aus Hilden hat sogar 3.700 Euro in diesem Segment gespart.

Qits aus Ratingen hat unter anderem in den WC-Räumen die Papierhandtücher durch Stoffhandtuchspender ersetzt. Kosten: Null Euro - Ökobilanz: Es wird circa eine Tonne Rest-Müll eingespart.

Die Sparmaßnahmen ähneln sich: Oft kommen Energiesparlampen zum Einsatz; werden Steckerleisten mit Abschaltautomatik für die Büros angeschafft; wird die Raumtemperatur um ein bis zwei Grad gesenkt und schon fällt der Energieverbrauch deutlich günstiger aus.

Auch wenn sich die meisten der bereits eingeleiteten Maßnahmen erst am Projektende bewerten lassen, so ist sich Kreis-Umweltdezernent Nils Hanheide aufgrund der guten Zwischenergebnisse bereits jetzt sicher, dass auch die vierte Ökoprofit-Staffel des Kreises Mettmann ein großer Erfolg sowohl für die Umwelt als auch für die Betriebe werden wird.

Die Gesamtbilanz wird am Ende der vierten Projektrunde Anfang 2017 gezogen. Dann werden die erfolgreichen Teilnehmer in einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Zertifikat "Ökoprofit-Betrieb Kreis Mettmann 2017" ausgezeichnet.

Quelle: RP
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