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Langenfeld
Ölspur in Tunnel legt Verkehr lahm

Langenfeld: Ölspur in Tunnel legt Verkehr lahm
Udo Schmidt (l.) vom Betriebshof erklärte an der Absperrung Solinger Straße, warum es für Autofahrer dort nicht weiter in die Unterführung ging. Derweil versuchten Spezialisten, das Öl von der Fahrbahn zu entfernen. FOTO: mei
Langenfeld. Nach einem Unfall gestern Morgen lief an der Unterführung Hardt Hydrauliköl aus. Sie war bis zum späten Nachmittag gesperrt. Von Stephan Meisel

Kleine Ursache, riesengroße Wirkung: Nach einem vermeintlichen Bagatellunfall an der Eisenbahnunterführung Hardt/Solinger Straße am frühen Morgen war die Hauptachse zwischen der Innenstadt und dem östlichen Langenfeld mit den Autobahnanschlüssen dort für den Verkehr bis 17.35 Uhr komplett gesperrt. Grund: Bei dem Unfall eines mit einem Bagger beladenen Lastwagens war kurz nach 8 Uhr Hydrauliköl ausgelaufen. Bis zum späten Nachmittag schafften es Feuerwehr, städtischer Betriebshof und Spezialisten des NRW-Straßenbetriebs nicht, die Ölspuren von der Fahrbahn zu beseitigen. So mussten Autofahrer und Linienbusse weite Umwege zurücklegen, auch im Berufsverkehr. Staus waren die Folge.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Nicole Rehmann war der Bagger auf der Lkw-Ladefläche zu hoch für die Durchfahrt. "Das hatte fatale Folgen." Die Baggerschaufel verkeilte sich unter der Brücke, das Gespann fuhr sich fest. Der 47-jährige Fahrer ließ Luft aus den Reifen, so dass er den Lkw aus der misslichen Lage befreien konnte. Jedoch floss Hydrauliköl in Strömen auf die Fahrbahn.

Feuerwehr und Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs rückten aus, um die Gefahrenstelle zu beseitigen. "Aber das haben wir mit unseren Geräten und Bindemitteln nicht geschafft", räumte am Nachmittag Feuerwehrchef Wolfram Polheim ein. "Was bei ausgelaufenem Diesel funktioniert, geht nicht so einfach bei Hydrauliköl." Mehrfach hätten seine Leute versucht, den glitschigen Ölfilm und damit die Gefahrenstelle zu beseitigen. Doch das sei nicht so gelungen, dass die Unterführung für den Verkehr wieder hätte freigegeben werden können.

Während Mitarbeiter der Bahn den Schaden an der Brücke begutachteten, auf der die Güterzüge zwei Stunden lang beeinträchtigt waren, forderte Polheim bei dem für die B 229 zuständigen NRW-Straßenbetrieb ein Spezialfahrzeug an. "Ohne Hochdrucksaugverfahren war dort nichts zu machen. Hierzu nötige Gerätschaften haben wir nicht." Doch auch die entsandten Spezialisten schafften es erst am späten Nachmittag, das Öl zu entfernen. Udo Schmidt vom städtischen Betriebshof, der morgens mit der Kehrmaschine die Abbindeversuche der Feuerwehr begleitet hatte, stand am Nachmittag Posten neben der Absperrung. Auswärtige, die zur A 3 und A 542 wollten, standen ratlos vor der Barriere und ließen sich von Schmidt die Alternativroute über Immigrather Platz, Bahnstraße, Winkelsweg und Schneiderstraße erklären. "Manche haben mich beschimpft: ,Ihr Idioten von der Stadt macht hier eine Baustelle auf!'"

Den Unfallschaden schätzt die Polizei auf 20 000 Euro.

Quelle: RP
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