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Langenfeld/Monheim
Pendler spüren Streik in Bussen und Bahnen

Langenfeld/Monheim. Vor der dritten Tarifverhandlungsrunde für Beschäftigte des Bundes und der Kommunen am 28./29. April erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber. Bereits gestern bekamen etwa Pendler in Düsseldorf den Warnstreik von Rheinbahn-Bediensteten zu spüren, indem sie vergeblich auf Linienbusse, Straßen- und U-Bahnen warteten. Für den heutigen Mittwoch seien die Beschäftigten der Stadtverwaltung Monheim sowie der LVR-Klinik in Langenfeld zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, kündigte gestern Sabine Hilgenberg an, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Rhein-Wupper.

Der für heute gestartete Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaften Komba und Verdi könnte sich nach Angaben von Rathaussprecher Andreas Voss auch auf Dienstleistungen der Stadtverwaltung Langenfeld auswirken. "Vor allem in den Kindertageseinrichtungen und beim Betriebshof könnten mögliche Streiks für die Bürger spürbar werden." Ulrich Moenen, Fachbereichsleiter für Schule, Sport und Kitas, hat nach eigenen Worten indes "bislang keine Signale für solche Einschränkungen der Dienstleistungen in den Kitas" empfangen. Auch für die publikumswirksamen Bereiche des Langenfelder Rathauses prognostiziert Fachbereichsleiter Jürgen Öxmann "keine gravierenden Einschnitte, die etwaige Notbesetzungs-Pläne greifen lassen müssten".

Solche Pläne hat der Leiter des städtischen Betriebshofes, Bastian Steinbacher, in der Schublade - und wird diese heute wohl auch benötigen. Nach eigenen Angaben rechnet er mit größeren Ausfällen. "Gut 40 Mitarbeiter stehen mir voraussichtlich nicht zur Verfügung. Grünarbeiten und Straßenreinigung fallen am Mittwoch aus. Die Müllabfuhr werden wir aber wohl lückenlos leisten können." Steinbacher bittet, sich im Internet unter www.langenfeld.de aktuell zu informieren, falls einzelne Bezirke nicht pünktlich abgefahren würden. Infos gibt es auch telefonisch unter der Rufnummer 02173 - 7945555.

Die Busse der Bahnen der Stadt Monheim (BSM) wurden und werden wohl nicht bestreikt, so BSM-Chef Detlef Hövermann.

(mei)
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