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Monheim
Personalkosten in der Verwaltung steigen auf neues Hoch

Monheim. Im Jahre 2018 werden die Personalausgaben der Stadt Monheim auf ein neues Hoch steigen: auf 37,6 Millionen Euro. Das entspricht einer prozentualen Steigerung um 5,6 Prozent gegenüber 2017. Ursache sind vor allem die Stellenausweitungen bei der Feuerwehr, im Hochbau und bei der Online-Beteiligung. "Bei der Feuerwehr wurde eine zusätzliche Stelle im Tagesdienst eingerichtet, um Wachleiter Harmut Baur, der die Umbauarbeiten begleiten und überwachen soll, zu entlasten", erklärt Kämmerin Sabine Noll. Um die enormen Investitionen der Stadt in die Infrastruktur schultern zu können, sollen je vier zusätzliche Stellen sowohl im Gebäudemanagement als auch im Tiefbau geschaffen werden: Bereichsleiter Michael Lobe erhält unter anderem zwei weitere Architekten. Andreas Apsel wird künftig von vier weiteren Ingenieuren und Technikern unterstützt, damit die vielen Straßenbauprojekte termingerecht fertig werden. An der Musikschule werden 4,2 zusätzliche Stellen geschaffen, um die bislang auf Honorarbasis beschäftigen Lehrkräfte langfristig zu binden. Von Vom D.schmidt-Elmendorff

Als Reaktion auf die Bundestagswahl, bei der die AfD in Monheim 10,6 Prozent erzielte, soll eine Stelle für interkulturelle Bildung geschaffen werden. "Wir wollen Präventionsprojekte gegen Extremismus entwickeln...und im Bereich der Vorurteilsintervention tätig werden", hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann in seiner Haushaltsrede angekündigt. Auch die interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit innerhalb der Verwaltung soll gefördert werden.

Bei der Neubesetzung von Stellen verfolgt die Stadt das Ziel, dafür möglichst selber ausgebildete Kräfte einzusetzen. In 2018 weist der Stellenplan dafür 47 Stellen aus. Neu ist die Ausbildung zum Fachangestellten Medien und Informationsdienst, mit der man sich für eine Tätigkeit in einer Bibliothek qualifiziert. Erstmals bietet die Stadt auch die Möglichkeit, im Bereich Informationstechnologie ein duales Studium zu absolvieren. Dafür arbeitet die Stadt mit der Hochschule Niederrhein zusammen. "Es gibt bereits Duale Studiengänge im Bereich soziale Arbeit und Bauingenieurswesen", fügt Noll hinzu.

Die vielen Neueinstellungen haben dazu geführt, dass das Durchschnittsalter der städtischen Mitarbeiter mit 44 Jahren leicht unter dem Durchschnittsalter im kommunalen öffentlichen Dienst liegt. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten hat sich auf 59 Prozent erhöht. Ab 2020 wird der Verwaltung vermehrt Personal abhanden kommen, weil viele Mitarbeiter das Rentenalter erreichen. In Zukunft wird sie daher verstärkte Anstrengungen unternehmen müssen, um qualifiziertes Personal zu binden. "Wir werben mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Telearbeit, wir haben ein überdurchschnittliches Fortbildungsbudget und bieten Arbeitsplätze mit hohem technischen Standard. Die Digitalisierung erleichtert und beschleunigt die Arbeitsprozesse", sagt Noll, wobei sie als Beispiel auf das Dokument-Management-System verweist. "Wenn hier Rechnungen eintreffen, werden sie gescannt und könne daher leichter geprüft und bearbeitet werden."

Quelle: RP
 
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