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Langenfeld/Monheim
Pflegestation päppelt Fledermäuse auf

Langenfeld/Monheim. Frank Gennes vom Naturschutzbund gibt Tipps, wie hilflose Tiere versorgt werden können.

Sie fliegen ab Einbruch der Dämmerung wieder über Häuser, Parks und Gärten: die Fledermäuse. Die Zeit des Winterschlafs ist lange vorbei und sie jagen wieder fleißig Insekten. Auch der Fledermausnachwuchs ist bereits geboren, sagt Fledermausbeauftragter Frank Gennes.

Am häufigsten trifft man in der Region auf Zwergfledermäuse, die ihre Quartiere meist an Gebäuden eingerichtet haben. Eine ausgewachsene Zwergfledermaus wiegt nur fünf Gramm und ist gerade einmal daumengroß. Neugeborene Zwergfledermäuse haben die Größe eines Gummibärchens. Mitunter entdeckt man geschwächte oder verletzte Tiere, die hilflos an der Wand hängen oder auf dem Boden liegen. Ohne menschliche Hilfe können solche Fledermaus-Findlinge oft nicht überleben, am Boden liegend können ihnen Hunde, Katzen, einige Vogelarten und selbst Ameisen gefährlich werden.

Wer einem Fledermaus-Findling helfen will, sollte sich auf Erste Hilfe-Maßnahmen beschränken: Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt, die Tiere mit einem weichen Tuch oder mit dünnen Handschuhen vorsichtig aufzunehmen und in einen Karton mit sehr kleinen Luftlöchern zu setzen. Da Fledermäuse wahre Ausbruchskünstler sind, muss die Schachtel ansonsten dicht verschlossen sein, erklärt der Nabu-Stadtbeauftragte. In die Schachtel sollte man ein weiches Handtuch oder eine Küchenrolle als Versteckmöglichkeit und eine flache Schale mit etwas Wasser stellen, beispielsweise einen Marmeladenglas-Deckel. Alle weiteren Aktionen sollten von fachkundigen Personen durchgeführt werden.

Der Nabu weist darauf hin, dass es seit 2014 in Monheim eine Pflegestation für Fledermäuse gibt. Dort gibt es Hilfe: die sichere Unterbringung der Fledermaus-Findlinge, die regelmäßige Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie das Flugtraining und letztendlich die Auswilderung. Wenn erforderlich, wird auch eine medizinische Versorgung organisiert.

Weitere Infos gibt es bei Frank Gennes, Sperber-Straße 16 in Monheim, Telefon: 0157 83836099 oder per E-Mail: f.gennes@nabu-kv-mettmann.de

(pc)
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