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Baumberg
Politik gibt grünes Licht fürs Quartier

Baumberg: Politik gibt grünes Licht fürs Quartier
Das Sophie-Scholl-Quartier in Baumberg wie es das Kölner Büro Lukczak Architekten geplant hat. FOTO: Lukczak Architekten
Baumberg. 60 Bäume müssen der dichten Bebauung weichen. 26 Bäume am Rand können erhalten werden. Von Petra Czyperek

Mit dem neuen Sophie-Scholl-Quartier entstehen in Baumberg auf gut drei Hektar nicht nur 200 neue Wohnungen, sondern es kommen der von den Bürgern lange erwartete Drogeriemarkt (850 Quadratmeter) und ein großer Lebenmittelmarkt (1500 Quadratmeter) in den Stadtteil. Weil unmittelbar nebenan auch Aldi und Netto Filialen betreiben, hatten die Nachbarstädte Langenfeld und Düsseldorf Bedenken angemeldet. Sie fürchteten Nachteile für den eigenen Einzelhandel. Ein Gespräch bei der Bezirksregierung kurz vor der Sitzung des Stadtplanungsausschusses habe die Bedenken aber ausräumen können, berichtete Stadtplaner Robert Ullrich den Politikern. Die waren einstimmig für die Flächennutzungsplanänderung.

Auch der Bebauungsplan wurde mehrheitlich angenommen, er stieß jedoch bei der CDU-Fraktion auf Kritik. Sie stimmte dagegen. Markus Gronauer wünscht sich in Baumberg nur 150 neue Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern statt der vorgesehenen 200. "Der Entwurf liegt an der oberen Grenze. Das ist eine deutliche Nachverdichtung." Und Lars van der Bijl hätte lieber nur fünf Stockwerke statt der teilweise geplanten sechs Geschosse. "Das ist höher als notwendig." Der "charmante Charakter" der Stadt müsse "erhalten bleiben". Diese Bebauung werde Konsequenzen, beispielsweise beim Temperaturanstieg im Sommer, haben, merkte er an.

Keine Probleme mit der Verdichtung und den sechs Etagen hatten hingegen Grüne und SPD. Lucas Risse (Peto) hielt die Planung für "gut und maßvoll". Alle Bewohner würden davon profitieren, sagte er. "Fast das ganze neue Gebiet ist von höherer Bebauung umgeben".

Robert Ullrich stellte fest, sechs Geschosse seien dort zulässig. In der Nachbarschaft befänden sich deutlich höhere Wohnkomplexe mit acht bis zehn Stockwerken. Bürgermeister Daniel Zimmermann beschwichtigte, nur an drei Stellen in der Mitte des Plangebietes seien sechs Stockwerke vorgesehen. Vorwiegend seien die Häuser fünf Stockwerke hoch, im Norden sogar nur drei. "Das wird ein tolles, städtische Wohnquartier mit guten Verkehrsanbindungen", sagte er.

Für die dichte Bebauung müssen ungefähr 60 Bäume gefällt werden. Nur am Rand bleiben 26 Bäume stehen. "Sie werden so weit es möglich ist durch neue Bäume ersetzt", versprach Chefplaner Thomas Waters.

Das Gelände kann neu bebaut werden, weil die Paul-Maar-Schule und die Leo-Lionni-Schule ihren Betrieb eingestellt haben. Um den Standort aufzuwerten, hatte es ein Gutachterverfahren gegeben.

Es wird der Entwurf des Architekturbüros Luczak aus Köln umgesetzt. Im einzelnen sind vier Bereiche vorgesehen. Im Nordwesten, Süden und Osten entstehen vorwiegend fünfstöckige Häuser. Die Bebauung wird nach Norden bis auf drei Etagen herabgestuft. Der vorhandene Kindergarten wird in einen Neubau umziehen. Auch die Lieselott-Diem-Sporthalle bleibt stehen.

Quelle: RP
 
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