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Langenfeld
Politiker einstimmig für Spanien

Langenfeld: Politiker einstimmig für Spanien
Spanien wird Langenfelds Mottoland 2017. Der Jubel darüber dürfte geringer ausfallen als die Freude spanischer Langenfelder nach dem 1:0 über Deutschland im WM-Halbfinale 2010. Aber lieber Mottoland-Freuden als gar kein Jubel im Sommer '16. FOTO: rm-
Langenfeld. Der städtische Kulturausschuss hat das Mottoland für 2017 beschlossen.

Ganz vom Nordosten geht es einmal komplett durch Europa in den Südwesten: Spanien wird nach Finnland Langenfelds Mottoland 2017. Dies hat der städtische Kulturausschuss beschlossen. Der Beschluss fiel einstimmig, blieb aber nicht ganz ohne Diskussion. "Spanien, das hätte man auch gleich haben können", lautete der Tenor der Kritik im Ausschuss, nachdem die Stadt von ihrem ursprünglichen Favoriten Großbritannien infolge des Brexit-Votums der Briten abgerückt war.

Seit 2008 widmet die Stadt Langenfeld Jahr für Jahr jeweils einem Land der Europäischen Union ein umfangreiches, überwiegend kulturelles Veranstaltungsprogramm. 2017 sollte zunächst Großbritannien das Mottoland werden. Ein entsprechender Antrag der CDU im Februar wurde jedoch vertagt. Grund: die Volksabstimmung über den Verbleib des Landes in der EU am 23. Juni. Nach dem Votum der Briten für den Austritt ("Brexit") sprachen sich Politiker mehrerer Fraktionen für Spanien als Mottoland aus. Einem daraus resultierenden CDU-Antrag für Spanien folgte der Fachausschuss nun.

Gerold Wenzens von der Wählergemeinschaft BGL kritisierte, durch die Initiative für den Wackelkandidaten Großbritannien habe man unnötig Zeit für die Planung 2017 verloren. Regisseurin Ingrid Bembennek äußerte sich ähnlich: Für die Vorbereitung des Bühnenstücks, das sie jährlich zusammen mit der Musikschule inszeniert, benötige sie etwa ein dreiviertel Jahr. Ihre Truppe müsse sich jedes Mal erneut Stoff für einen "weißen Fleck auf der Landkarte" erarbeiten, sagte Bembennek. Dies brauche seine Zeit.

(gut)
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