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Feuer in Monheim
Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Feuer in Monheim: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Das Feuer war in einem Mehrfamilienhaus an der Schöneberger Straße ausgebrochen. FOTO: Patrick Schüller
Monheim. Einen Tag nach dem Brand in zwei Monheimer Mehrfamilienhäusern steht fest: Das Feuer wurde absichtlich gelegt. Drei von fünf Wohnungen wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Der Schaden wird auf 300.000 Euro geschätzt.  Von Stephan Meisel

Der oder die Brandstifter, die seit gut einem Jahr in Monheim Angst und Schrecken verbreiten, setzen Menschenleben aufs Spiel. Am Dienstagabend legten sie direkt vor einem Mehrfamilienhaus an der Schöneberger Straße ein Feuer, das auf mehrere Wohnungen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss übergriff.

Alle Bewohner konnten sich nach Polizeiangaben selbständig ins Freie retten, drei von ihnen erlitten Rauchvergiftungen, ein Hund verendete. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mindestens 300.000 Euro. Neun Wohnungen brannten aus oder wurden stark beschädigt. 36 Bewohner des dreigeschossigen Häuserblocks brachte das städtische Ordnungsamt vorerst im nahe gelegenen Achat-Hotel unter.

Rückblende: Gegen 21 Uhr geht der Alarm ein, etwa drei Minuten später ist nach eigenen Angaben die Feuerwehr an Ort und Stelle. Wie die Kriminalpolizei später ermittelt, hatte jemand an einer eingezäunten Gartenhütte unmittelbar vor den Wohnhäusern das Feuer gelegt. Als der erste Löschzug eintrifft, stehen bereits zwei Erdgeschosswohnungen in Flammen.

Insgesamt 50 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen bekämpfen den Brand, dringen mit Atemschutzgeräten in die beiden benachbarten Wohnhäuser ein, brechen auf der Suche nach Menschen mehrere Türen auf. "Feuer und Qualm hatten sich massiv ausgebreitet", berichtete hinterher der stellvertretende Wehrleiter Torsten Schlender. "In dieser Phase ist keine Zeit, an den Türen zu klingeln." Aus einer verqualmten Wohnung holt die Feuerwehr zwei Hunde. Während einer von ihnen aufgrund der Rauchvergiftung verendet, gelingt es einem Feuerwehrmann, den anderen Husky wiederzubeleben. Er wird in eine Tierklinik nach Hilden gebracht, wo ihn seine Besitzerin am Tag danach wieder abholt.

Die Ermittlungen zum Brand dauern weiter an. Die Polizei bittet daher um Zeugenhinweise, die etwas Auffälliges in der Nähe des Tatortes beobachtet haben. Hinweise nimmt die Monheimer Polizei unter Telefon 02173 / 9594-6550 entgegen.

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