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Rp-Leserforum
"Polizei muss Tempo-30-Zonen besser überwachen"

Langenfeld. Allein mit dem Aufstellen von Schildern sei es nicht getan, meinen mehrere Leser und fordern regelmäßige Kontrollen.

langenfeld/monheim (mei) Sollte es mehr Tempo-30-Zonen in beiden Städten geben oder weniger? Was halten Sie von der Idee, nachts auf Bundes- und Landesstraßen Tempo 30 einzuführen, um die Anwohner von Straßenlärm zu entlasten? Mit diesen Fragen hatten wir nach einem RP-Bericht über den von Bund und Land angekündigten Vorstoß für mehr Tempo-30-Zonen in Städten um Meinungen der Leser gebeten. Es zeigt sich, dass viele sich mehr Geschwindigkeitskontrollen in Wohngebieten wünschen. Hier eine Auswahl der eingegangenen Äußerungen:

Nach Ansicht von Willi Stockhausen aus Langenfeld sind die Diskussionen um Tempo 30 in den Wohngebieten und die angestrebte Lockerung bürokratischer Hürden "umsonst, solange das Tempolimit von den wenigsten Autofahrern eingehalten wird". Als Beispiel nennt er die Schulstraße in unmittelbarer Nähe der beiden Grundschulen. Zur Sicherheit von Kindern der Friedrich-Fröbel- und Don-Bosco-Schule "wären Kontrollen zu Stoßzeiten dringend notwendig. Alles andere scheint mir erfolglos."

Ähnlich äußert sich die Langenfelderin Ute Hillen. "Meiner Erfahrung nach sind Verkehrsregeln nur sinnvoll, wenn sie wirksam kontrolliert werden. Dafür gibt es genug schon zu Beobachtendes in Langenfeld." Sie wohnt in einem verkehrsberuhigten Gebiet mit Spielstraße, auf der Schritttempo vorgeschrieben ist. "Wenige Autofahrer halten sich auch nur annähernd daran, die meisten brettern mit Tempo 30 bis 40 durch die schmalen Straßen." Ein weiteres Beispiel sei das seit einigen Wochen über weite Strecken des Tages strikte Halteverbot an der Hauptstraße. "Auch hier hat sich durch die verschärfte Regel an der tatsächlichen Situation nichts verändert", befindet Ute Hillen. "Man sollte also erst einmal das Langenfelder Ordnungsamt personell verstärken, anstatt neue Regeln einzuführen, die dann doch nur auf dem Papier bzw. diversen Straßenschildern stehen."

Ins gleiche Horn stößt die Langenfelderin Claudia Glaubke: "Egal, ob auf einem Verkehrsschild 30, 50 oder eine x-beliebige Zahl steht: Kaum ein Fahrer hält sich daran!" Als Fußgänger etwa Auf dem Sändchen, der Lindberghstraße oder dem Kreisverkehr Bachstraße (allesamt 30er-Zonen) die Straße zu überqueren, sei nicht einfach. "Es wird nicht angehalten, es wird gehupt oder man bekommt diverse Handzeichen gezeigt, weil viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit fahrend nicht bremsen möchten." Die aus Gründen des Lärmschutzes an der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lindbergh- und Richrather Straße von 60 auf 50 verringerte Höchstgeschwindigkeit bringe "rein gar nichts". Viele Autos fahren nach ihrer Ansicht nach wie vor schneller als 60 km/h. Und Lärmbelästigung verursachten eher Autofahrer, "die an roten Ampeln stehend ihre Musikanlage bis zum Anschlag aufgedreht haben und mit quietschenden Reifen starten. Da tanzt sogar mein Sofa Samba."

30er-Zonen hält der Langenfelder Gerhard Ölke immer dort für sinnvoll, wo es dem Gemeinwohl dient und wo vor allem Kinder geschützt werden müssen; etwa am Spielplatz Rosen-/Tulpen-/Ginsterweg. Auch Ölke plädiert für mehr und strengere Kontrollen vor allem im Berufsverkehr, weil Tempo-30-Zonen oft als Abkürzung durchfahren würden.

Auch die Langenfelderin Petra Rehm fordert strengere Kontrollen, weil manche Autofahrer nach ihrer Beobachtung "rigoros das Tempolimit ignorieren". In Berghausen um die Brücke zwischen Wasserskianlage und SSV-Sportplatz werde sie "regelmäßig in der Temp-30-Zone sogar überholt".

Quelle: RP
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