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Langenfeld
Presbyterium beharrt auf Kirchenabriss

Langenfeld. Trotz Protesten bleibt es dabei: Am 29. Januar ist der letzte Gottesdienst in der Johanneskirche.

Das Presbyterium der evangelischen Gemeinde hält an seinem umstrittenen Vorhaben fest, die Johanneskirche und das Gemeindezentrum an der Stettiner Straße abzureißen. Das machten die Vorsitzenden in einer Gemeindeversammlung gegenüber einer Bürgerinitiative um Walter Kirch deutlich, die gut 2000 Unterschriften von Abrissgegnern gesammelt hatte. Vor 170 Gemeindemitgliedern in der Johanneskirche stellte Kirchmeister Wolfgang Honskamp die schwierige Finanzlage dar. Rücklagen in Höhe von 3 Millionen Euro dienten jährlich dem Ausgleich des defizitären Haushaltes.

"Wir müssen etwas tun", erklärte Presbyteriumsvorsitzende Karin Seitz. "Wir leben über unsere Verhältnisse." Laut Pfarrerin Annegret Duffe werde Personal sozialverträglich abgebaut. Wegen des aufgezeigten Sanierungsbedarfs der kirchlichen Gebäude müsse die Gemeinde Standorte verkleinern, modernisieren und Einnahmen erzielen. Etwa 50 Anwesende erhoben sich aus Protest gegen den Abriss der Johanneskirche und des Gemeindezentrums. Beides sei Mittelpunkt der Gemeinde, geistige Heimat und dürfe nicht aufgegeben werden.

In der Versammlung gab es aber auch Zustimmung für die Beschlüsse des Presbyteriums. Am 29. Januar 2017 ist der letzte Gottesdienst in der Johanneskirche. Nach dem Grundstücksverkauf sollen Gruppen im Gemeindehaus an der Hardt Platz finden. Pfarrer Hartmut Boecker lud zu Gottesdiensten und Gemeindearbeit ab Februar 2017 ins CBT-Hauses Eichenfeldstraße ein, bis für diese Zwecke etwa 160 Quadratmeter in einem Neubau an der Stettiner Straße bereitstehen werden.

(mei)
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