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Langenfeld
Prismaschüler mögen ihr neues Domizil

Langenfeld: Prismaschüler mögen ihr neues Domizil
Enya, Lena, Tom, Nadja, Lennart, Fiona (v.r.) und ihre Mitschüler freuen sich über das moderne Gebäude mit dem großen Foyer. FOTO: Matzerath Ralph
Langenfeld. Die für rund 15 Millionen Euro an der Fröbelstraße errichtete Gesamtschule ist in Betrieb. Die RP hörte sich bei den Kindern um. Von Stephan Meisel

Die Zeit des Provisoriums am Fahlerweg ist vorbei. Mit großen Augen haben gestern die Prismaschüler der Jahrgänge sechs bis acht ihr neues Domizil erkundet. Die elfjährige Fiona aus der 6c ist schon vom großzügigen Foyer der für 15 Millionen Euro an der Fröbelstraße errichteten Gesamtschule beeindruckt. "Cool. Das ist ja riesengroß. Da hat man richtig Platz für Veranstaltungen oder um sich zu treffen." Schulleiter Raoul Schlösser und die für die drei Jahrgangsstufen zuständigen Lehrerinnen Nicole Döring und Nikola Heider nutzen die Gunst dieser Versammlungsfläche, um die Kinder dort freundlich zu begrüßen und ihnen zugleich einen schonenden Umgang ans Herz zu legen.

"Leise - langsam - respektvoll": Die von den Dreien für das neue Schulhaus ausgegebene Devise steht auch auf Zetteln, die an einigen Wänden kleben. Lena (11) aus der 6a kann es kaum erwarten, sich umzusehen. "Wir waren mit unseren Lehrerinnen letztes Jahr schon auf der Baustelle gewesen. So schön hatte ich es mir damals nicht vorgestellt." Der 13-jährige Lennart aus der 8d freut sich nach eigenen Worten "über die moderne Gestaltung". Überrascht war er, dass jedem einzelnen Klassenzimmer zur Vertiefung des Unterrichtsstoffs in Kleingruppen ein so genannter Differenzierungsraum zugeordnet ist. Julia (11) aus der 7b ist vor allem von den schallgedämpften Selbstlernzentren mit rotvioletten Polstersesseln begeistert. "Da kann man gut arbeiten und gemütlich die Mittagspause verbringen."

Einigen Handwerkern können die Schüler gestern noch bei der Arbeit zusehen. Es sind noch letzte Fußleisten und Türklinken anzubringen, auch Maler sind an einigen Stellen noch mit Pinsel und violetter Farbe zugange. Für die elfjährige Enya aus der 6b dürfte es gerne insgesamt bunter sein. "Die vielen Betonwände gefallen mir gar nicht. Mit einem Farbanstrich wären sie schöner." Geschmäcker sind verschieden - Nadja (12) aus der 7c ist anderer Ansicht: "Ich finde solche nackten Betonwände cooler."

Schulleiter Schlösser hat sein Arbeitszimmer schon am Montag letzter Woche bezogen. "Der Neubau ist eine Wucht", befindet er beim Rundgang. Er habe zwar Respekt auch vor alten Dingen, aber der maßgerechte Zuschnitt auf die Erfordernisse eines in die Zukunft gerichteten Unterrichts begeistere ihn am neuen Standort. "Gerade auch zur individuellen Förderung ist viel Platz."

Ein Schwerpunkt der für 800 Kinder und Jugendliche ausgelegten Gesamtschule sind die so genannten "MINT"-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Zudem soll nach den Leitsätzen "Weltoffenheit und Internationalität" sowie "Kommunikation und Design" unterrichtet werden. Langenfelder Stadtpolitiker, Verwaltungsspitze und Schulleiter hatten dieses Konzept in einer mit auswärtigen Experten besetzten Arbeitsgruppe gemeinsam entwickelt. Die neuen Fünftklässler ziehen übrigens erst morgen ein, so dass dann bis zur ältesten Jahrgangsstufe 8 knapp 500 Mädchen und Jungen an Bord sind. Die Gebäude der benachbarten Felix-Metzmacher-Hauptschule und der Johann-Gutenberg-Realschule, die beide auslaufen, werden später teils in den Gesamtschulkomplex einbezogen.

Schon jetzt greift die Prismaschule auf die dortige Mensa zurück - zusätzlich zu der im Neubau errichteten Küche mit Speisesaal. Der Mensaverein der Gutenberg- und Metzmacherschule hatte die Gesamtschüler schon am Fahlerweg bewirtet. "Das Essen schmeckt", urteilt Tom (11) aus der 6c, "besonders die Nudelsuppe mag ich." Und die neue Mensa mit ihren bunten Deckenlampen gefalle ihm auch.

Quelle: RP
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