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Zugabe Unser Senf Zum Wochenende
Rapport erzürnt BVL-Chef

Langenfeld. Wäre Hubertus Dedeck in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses gewesen, dann hätte er sich von den Stadtpolitikern unfreundliche Worte anhören müssen. So aber entnahm der Chef des Bauvereins Langenfeld (BVL) der Zeitung, dass er wegen des Neubauprojekts im Martinsviertel zum Rapport im Rathaus bestellt sei. Nach dem Beschluss der Ausschussmitglieder soll er einen Bericht über die "wohnungsbaupolitische Ausrichtung" der Genossenschaft vorlegen, ehe die Politiker weitere Planungsschritte einleiten.

Dieser öffentliche Druck schmeckt dem BVL-Chef gar nicht. In einer Entgegnung stellt er gemeinsam mit dem BVL-Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Gassen heraus, dass der Bauverein "ein eigenständiges, unabhängiges Unternehmen ist". Als solches habe er bereits im April die Bereitschaft bekundet, zwischen Martin-, Richrather Straße und Steinrausch bis zu 36 öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten. So weit so gut, das fügt sich ja in das vom Stadtrat beschlossene Konzept zum baldigen Bau zusätzlicher Sozialwohnungen ein. Knackpunkt und Quell des Unmuts bei Politikern und einer Mieterinitiative aus dem Martinsviertel ist indes der erstmals in einer Bürgeranhörung vorgelegte Entwurf, der fünf große Mehrfamilienhäuser mit rund 50, auch frei finanzierten Wohnungen vorsieht. Hierfür müssten die von Mietern der umliegenden BVL-Häuser rege genutzten Gärten bebaut werden. "Wir werden antreten", bemerken Dedeck und Gassen hinsichtlich des Rapports. Doch die "wohnungspolitische Ausrichtung" des BVL hin zu seniorengerechten Wohnungen habe man bereits vor Wochen schriftlich dargelegt. "Eine Antwort haben wir bis heute nicht erhalten." Auch nicht nett!

Quelle: RP
 
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