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Langenfeld
Rat hat sich für City-Häuser entschieden

Langenfeld: Rat hat sich für City-Häuser entschieden
FOTO: Stadtverwaltung
Langenfeld. Investor sieht für ehemaliges Stadtwerke- und Feuerwehrgelände zwölf Mehrfamilienhäuser mit 165 Wohnungen vor. Von Stephan Meisel

Für Bau-Fachbereichsleiter Ulrich Beul ist es "eines der bedeutendsten städtebaulichen Projekte in Langenfeld". Jetzt ist das geplante Wohngebiet auf dem ehemaligen Gelände der Stadtwerke und der alten Feuerwache unter Dach und Fach. Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung haben die Stadtpolitiker am späten Dienstagabend einem von zwei interessierten Investoren den Zuschlag gegeben. Nach RP-Informationen entschieden sie sich unter den beiden Alternativen für einen Entwurf, der in fußläufiger Entfernung zur City zwölf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 165 Wohnungen vorsieht. 115 davon will der Investor - dessen Namen öffentlich noch nicht bekanntgegeben werden soll - verkaufen: 50 möchte er selber vermieten – davon 15 "für zehn Jahre" preisgedämpft.

Dem Vernehmen nach punktete der Investor bei den Ratspolitikern vor allem deswegen im Vergleich zu seinem Mitbewerber, weil der in seinem Entwurf überhaupt keine Mietwohnungen vorgesehen hatte. Vor knapp zwei Wochen waren die beiden Entwürfe den Stadtpolitikern im Planungsausschuss erstmals gezeigt worden. Vor einem europaweit ausgeschriebenen Teilnahmewettbewerb hatte der Stadtrat 2012 als Bedingungen für das insgesamt 1,6 Hektar große Areal festgelegt: eine vielfältige, für Familien, Senioren und Singles geeignete Wohnstruktur; Fuß- und Radwege sowie Aufenthaltsflächen; eine durch Tiefgarage weitestgehend autofreie Siedlung; eine klimaschonende Wärme- und Energieversorgung des Gebiets. Ergänzend sollen untergeordnet Handel, Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe auf dem Gelände möglich sein. Nach der Ausschreibung hatten laut Wirtschaftsförderin Heike Schönfelder drei ebenfalls in die engere Wahl gezogene Mitbewerber ihre Entwürfe zurückgezogen. Sie seien nicht bereit gewesen, den im Stadtrat vereinbarten Mindestkaufpreis von 400 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen.

Der hinter verschlossenen Türen von der Ratsmehrheit nunmehr abgesegnete Entwurf sieht zwölf zwei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser vor. An einem 80 mal 30 Meter großen Quartiersplatz vorbei werden öffentliche Wege mit Bäumen durch die Siedlung führen. Spaziergänger bekommen somit künftig eine attraktive Direktverbindung zwischen City und Freizeitpark Langfort. Zwei Spielplätze sind eingeplant, einer am zentralen Quartiersplatz, ein weiterer greift laut Stadtplaner Stephan Anhalt das Thema Feuerwehr auf – in Erinnerung an die demnächst abgerissene alte Feuerwache. Vier Tiefgaragen mit mehr als 200 Stellplätzen halten das Gelände von Autos frei, wenige Besucherparkplätze gibt es an Ladenlokalen, die an der Richrather Straße geplant sind.

Die Architektur des neuen Wohngebiets soll nach Angaben des Investors durch zurückhaltende Schlichtheit, Klinkerfassaden und große Balkone geprägt sein. Stadtplaner Stephan Anhalt hatte diesem Entwurf bei der öffentlichen Präsentation vor zwei Wochen "eine hohe Gestaltqualität der Gebäude" bescheinigt. Indes befand er, dass der Übergang der Neubauten zu den umgebenden heutigen Häusern weniger gut gelungen sei. "Das wirkt nicht wie aus einem Guss."

Quelle: RP
 
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