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Monheim
Regenwasser lässt sich gut nutzen

Monheim: Regenwasser lässt sich gut nutzen
Fossile Brennstoffe lassen sich mit dem Elektrobus der BSM (hinten) sparen. Oder indem man vom Auto auf ein E-Bike umsteigt; Guido Mittelstädt zeigte eines bei der 5. Monheimer Energie-Spar-Messe. FOTO: rm-
Monheim. Die 5. Monheimer Energie-Spar-Messe lockte mit ihren Ständen erstmals auf das Menk-Firmengelände. Von Sandra Grünwald

Energiesparen ist nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, sondern es entlastet auch die Umwelt und ist somit gelebter Klimaschutz. Wie und bei was nun jeder einzelne Energie sparen kann, darüber klärte am Sonntag die Monheimer Energie-Spar-Messe auf. Sie wurde bereits zum fünften Mal ausgerichtet, hatte jedoch auf dem Gelände der Firma Menk an der Opladener Straße Premiere.

So war auf diesem Gelände auch zum ersten Mal eine Sonderausstellung zum Thema "Regenwassernutzung" zu sehen. Sie machte anschaulich, wie einfach jeder Haushalt das kostenlos vom Himmel fallende Wasser nutzen kann. "Jeder kann das Wasser aus der Regenrinne auffangen und für den Eigenbedarf verwenden", versichert Lilo Ihringer, Geschäftsführerin bei der Firma Menk. Für die Ausstellung hatte sie sich die Mühe gemacht, einmal auszurechnen, wie viel Regenwasser im Jahr auf Monheim fällt. "Es fallen 18 Millionen Kubikmeter Regen", sagt Ihringer. Mit dieser Menge könnte man den Kölner Dom 44-mal füllen. "Alles Wasser, das man nutzen könnte."

Die Firma Menk bemüht sich nach eigenen Angaben ebenfalls darum, Ideen zu entwickeln, wie die Begrünung von Betonflächen in Monheim verbessert werden könnte. Hierzu legt sie derzeit eine "Grüne Ecke" auf dem Firmengelände an, die von der Straße aus durch eine Treppe zugänglich ist. In runden Betonrohren wurden Hochbeete angelegt. Dort wachsen Tomaten und Peperoni, Thymian und Rosmarin, aber auch Duftnelken. Eins der Hochbeete ist tatsächlich ziemlich hoch - mit Absicht. Ihringer: "Das ist für die Menschen mit Rollator, die sich nicht bücken können."

Wie man mit Hilfe eines E-Bikes schnell und energiesparend zum Ziel kommen kann, erklärten die Mitarbeiter von "My Bike" und hatten gleich etliche Exemplare mitgebracht, die auf großes Interesse stießen. "Ich denke schon eine ganze Weile darüber nach, mir ein Elektrofahrrad zu kaufen", meint Erika Weist. Die 68-Jährige möchte sich dadurch die Wegstrecken ein wenig erleichtern. "Ich möchte nicht aufs Fahrrad verzichten", betont sie. "Viele Besorgungen erledige ich mit dem Rad."

Wie sich mit Sanitäranlagen, Heizungsanlagen und mit Fliesen sparen lässt, erfuhren Interessierte im zweiten Zelt. Auch die Verbraucherzentrale hatte dort ihren Stand aufgebaut und beriet in Sachen "Fenster". "Wichtig beim Fensteraustausch ist die ökologische Qualität der Rahmen", erklärt Thomas Bertrams von der Verbraucherzentrale. Gut seien heimische Hölzer oder Kunststoffe mit hohem Recycling-Anteil. Aber man achtet inzwischen auch auf Barrierefreiheit. "Der sommerliche Wärmeschutz wird immer wichtiger", so Bertrams. Nicht nur bei den Fenstern, auch bei der Dämmung, weshalb der Trend hingeht zu Holzwolle und Hanfwolle.

Die Kinder unter den Besuchern der Energie-Spar-Messe ließen am Wasserspielmobil die Fluten durch Holzkanäle fließen und hatten jede Menge Spaß, während sich die Eltern mit Informationen versorgten.

Quelle: RP
 
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