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Kreis Mettmann
Regionales Netzwerk für die Kultur

Düsseldorf. Eine kulturelle bergische Identität schaffen und Kultur besser vermarkten: Dies sind die Ziele von Meike Utke, die vom Mettmanner Kreishaus aus seit 1. Februar die Kulturarbeit in der Region koordiniert. Jetzt kam sie mit den Chefinnen und Chefs der Kulturverwaltungen des Bergischen Städtedreiecks sowie der drei bergischen Landkreise im Mettmanner Neanderthal Museum zu einem Arbeitstreffen zusammen.

"Wir streiten uns mit den anderen neun Kulturregionen in NRW um die Fördertöpfe des Landes", brachte Mettmanns Landrat Thomas Hendele den finanziellen Aspekt der Kulturarbeit auf den Punkt. Seit Mitte der 90er Jahre fördert das Land nur noch regional abgestimmte Projekte wie die Neanderland Biennale im Kreis Mettmann oder "Bergisch Grün", eine Veranstaltungsreihe zum Wohnen und Werken in Solingen, Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis. Utke will eine Plattform schaffen, auf der "Kulturschaffende und -treibende" sich austauschen und gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren. Kultur soll bekannter werden – nicht zuletzt beim potenziellen Publikum. Die Akteure vor Ort sind gut vernetzt, sagte Landrat Hendele. Dies soll auch für die gesamte Region in Gang gesetzt werden. Für den 24. April lädt Utke Kulturschaffende zu einem Workshop nach Hilden ein. Dort können Projektvorschläge eingebracht und abgestimmt werden, die dann letztlich beim Büro für Regionale Kulturförderung des Landes angemeldet werden sollen. NRW bezuschusst die Projekte der Kommunen mit 80 Prozent, die freier Veranstalter wie Theatergruppen und Vereine mit 90 Prozent.

"Wir haben das Bergische Land nicht erfunden", sagte der Solinger Hans Knopper, "aber wir erfüllen es mit Leben." Es gelte, das kulturelle Leben nach außen deutlich und bekannter zu machen.

Susanne Bohnenkamp vom Rheinisch-Bergischen Kreis verwies auf die für 2011 geplante Veranstaltungsreihe unter dem Dach von Bergisch Grün, die sich Verkehrswegen widmen soll – von Hohlwegen bis zur Autobahn. Durch Austausch und Lebendigkeit des kulturellen Lebens lasse sich auch in Zeiten knapper Kassen inhaltlich und finanziell ein Mehrwert erreichen.

Ein anderes Beispiel für die gemeinsame Kulturarbeit nannte Gudrun Sievers-Flägel aus dem Oberbergischen Kreis: das so genannte Netzwerk Industriekultur e.V., das in den letzten zehn Jahren Industriemuseen und Initiativen zur Industriegeschichte zusammenführt hat.

Quelle: RP
 
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