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Langenfeld
Reusrather sind gegen jegliche Hubschrauber-Pläne

Langenfeld. Bürgerinitiative kämpft gegen Helikopter-Landeplatz an der Dückeburg; trotz Wegfalls des zunächst geplanten Hangars. Von Stephan Meisel

Der geplante Hubschrauber-Landeplatz an der Dückeburg bringt die Gemüter vor allem der Reusrather weiter in Wallung. Vor zweieinhalb Jahren hatte der auf der historischen Hofanlage inmitten der Wiesen und Felder wohnende Unternehmer Gerhard Witte eine solche An- und Abflugmöglichkeit beantragt und mit der schnellen Erreichbarkeit von Kunden seiner Firma Control Expert argumentiert. Dagegen wendet sich die Bürgerinitiative "Kein Hubschrauber-Landeplatz an der Dückeburg", die nach eigenen Abgaben etwa 1500 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt hat.

Mitinitiator des Widerstands ist Karl Wilhelm Bergfeld. "Zum ersten Mal ist jetzt schriftlich bestätigt worden, dass es inzwischen eine Planung gibt, die erheblich von den seinerzeit offengelegten Unterlagen abweicht", sagt der Ortsvorsitzende des Naturschutzbunds BUND. Nach der Ankündigung der Bezirksregierung vor drei Wochen in unserer Zeitung, dass "spätestens im Januar" über den Hubschrauberplatz entschieden werde, hatte sich Bergfeld beim LVR-Amt für Denkmalpflege nach möglichen Bedenken gegen solch eine Nutzung des historischen Hofguts erkundigt. Jetzt teilte ihm LVR-Referentin Dr. Dorothee Heinzelmann mit, dass ihre Behörde und die Langenfelder Stadtverwaltung die ursprünglich beantragte "Errichtung eines Hangars unmittelbar gegenüber und benachbart zur Dückeburg auf freiem Feld" abgelehnt hätten. Indes sei die abgeänderte Planung möglich, den Hubschrauber nach der Landung in einem bestehenden Gebäude der Hofanlage unterzustellen, "wenn der historische Baubestand hierbei erhalten bleibt".

Auch ohne zusätzliche Hubschrauberhalle lehnt die Bürgerinitiative nach den Worten ihrer Sprecher Bergfeld, Günter Striewe und Andreas Menzel mit Blick auf den hohen Lärmpegel bei Start und Landung des Helikopters das Projekt ab. Anwohner, vor allem aber Spaziergänger, Radfahrer und Reiter würden im Naherholungsgebiet einem unzumutbaren Krach ausgesetzt. "Sollte das Vorhaben genehmigt werden, geben wir nicht kampflos auf", kündigte Menzel an. "Dann werden wir eben dagegen klagen."

Quelle: RP
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