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Monheim
Rhein-Pegel nähert sich der kritischen Marke

Monheim. Seit Tagen sinkt der Wasserstand kontinuierlich. Die An- und Ablegestelle des Piwipper Böötchens muss verlegt werden. Von Dorian Audersch

Sommer, Sonne, Sonnenschein - was viele Ausflügler am Wochenende zu schätzen wussten, macht den Rhein richtig durstig. Hinzu kommt das Ende der Schneeschmelze in den Alpen. Das Resultat: Der Wasserstand sinkt immer weiter. In Köln lag der Pegel gestern bei 1,69 Meter. Die Vorhersagen der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) gehen davon aus, dass es noch weiter abwärts gehen könnte.

"Noch ist die Lage relativ unproblematisch", meint Reiner Fester. Er ist im Rathaus unter anderem für Deich- und Hochwasserschutz zuständig. "Für den Schiffsverkehr sind die Pegel weitgehend unkritisch." Die Tiefe der Fahrrinne betrage demnach noch die mindestens benötigten 2,50 Meter.

Damit ist der Rhein noch weit von dem Niedrigwasser-Rekord von 2003 entfernt, als der Kölner Pegel nur noch 80 Zentimeter anzeigte. Für die Versorgung mit Grund- und Trinkwasser bestehe keine Gefahr, wie Fester betont. "Es ist zwar ein niedriger Wasserstand, aber noch vergleichsweise weit von der kritischen Marke entfernt."

Für den Fährbetrieb des Piwipper Böötchens zwischen Monheim und Dormagen ist der Pegel hingegen bereits problematisch. Grund ist eine Kiesbank vor der eigentlichen Anlegestelle. "Ist der Pegel in Köln unter zwei Meter, gerät die Schiffschraube in den Kies", sagt Prof. Dr. Heiner Müller-Krumbhaar, Vorsitzender des Vereins Piwipper Böötchen. "Wir mussten 80 Meter stromaufwärts an der letzten Buhne an- und ablegen. Für Passagiere, die gut zu Fuß sind, ist die Anlegestelle direkt neben dem historischen Aalschokker kein Problem.

Wer einen Rollator benutzt oder einen Kinderwagen schiebt, kommt die zehn Meter bis zur aktuellen Ablegestelle schlecht hoch. "Trotzdem läuft der Bootsbetrieb bis auf weiteres normal weiter", sagt er. "Bisher ist noch kein Tag wegen Niedrigwasser ausgefallen."

Quelle: RP
 
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