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Monheim
Rheinbogen: Spielgeräte stehen schon

Monheim. Wer durch den Bogen spaziert, kann schon einige Highlights des künftigen Landschaftsparks entdecken. Auf 100.000 Quadratmetern entstehen Spiel- und Sportmöglichkeiten für Jung und Alt. Von Heike Schoog

Die Schelmenturmrutsche ragt als Hingucker des Landschaftsparks schon in den Himmel. Das Wahrzeichen Monheims hat ein Double im Deichvorland bekommen. "Der Mehrgeneration-Parcours ist auch bereits aufgebaut", berichtet Projektleiter André Schade. Dort können junge und alte Menschen, Sportler und Jugendliche Schultern und Rücken trainieren, auf eine moderate Weise, wie sie etwa im Rehasport angewendet wird. Auch die Vorbereitungen für den Wasserspielplatz sind abgeschlossen. "Dafür fehlt jetzt nur noch die Betondecke."

Im Herbst haben die Rodungsarbeiten für das Projekt Landschaftspark Rheinbogen begonnen. Inzwischen ist schon vieles auf dem knapp 100.000 Quadratmeter großen Gelände entstanden. Neben Schelmenturmrutsche, Mehrgenerationen-Parcours und Wasserspielplatz wird es im Deichvorland eine so genanten Ixo-Anlage mit Kletterseilen geben, eine Balancieranlage ist vorgesehen ebenso wie ein Kleinkinderbereich mit Sand und kleinen Häuschen. Bis zum Eingangsbereich, wo der Gokart-Verleiher Giebner seine Station schon vergrößert hat, werden sich die Arbeiter bis zum Sommer durchkämpfen. Die Zufahrt wird als Platz gestaltet. Eine barrierefreie Toilettenanlage steht bereits, darf aber noch nicht genutzt werden. "Noch ist alles eine große Baustelle", erläutert Schade, "auch wenn vieles schon fertig aussieht." Die Eröffnung des 2,2 Millionen Euro teuren Parks ist für den Spätsommer geplant. Einige Teilbereiche, so der Projektleiter, können vorher freigegeben werden.

Im Landschaftspark entstehen soll auch ein Naturerlebnispfad, der vom Tourismusmanagement erarbeitet wird. Er wird Bestandteil des dezentralen Museumskonzepts MonChronik. An mehreren Punkten soll auf dem Weg von der Dinosaurier-Skulptur bis zum Rhein Natur erfahrbar werden. Kindgerechte Lernmodule zur Tierwelt, zu Pflanzen, Feuchtbiotopen und natürlich zum Rhein sollen aufgestellt werden.

Ist der Landschaftpark einmal eröffnet, geht es an der Kapellenstraße weiter. Dort soll eine Skateranlage auf dem Gelände der alten Deponie angelegt werden. "Damit beginnen wird jedoch erst im Mai", kündigt Schade an, "um die erwarteten Altlasten bei Regen nicht in den Wasserkreislauf zu spülen."

In Verlängerung des Landschaftsparks Richtung Baumberg soll auf dem Parkplatz gegenüber der Rheinterrasse der Aalschokker "Fiat Voluntas" aufgestellt werden. Als Museum im Rahmen des Projekts MonChronik soll dort gezeigt werden, wie Fischer früher gelebt haben. Noch liegt das historische Boot, das die Stadt Monheim gekauft hat, im Neusser Jachthafen und wartet auf die Handwerker. Wann genau es aufgestellt werden wird, hängt von den Genehmigungen ab, die von der Bezirksregierung erteilt werden müssen. Für die Sanierung des Aalschokkers hat der Bund bereits 170 000 Euro bewilligt. "Das entspricht etwa der Hälfte der Sanierungskosten." Der Aalschokker von Wolfgang Hoffmann behält seine Heimat vor dem Rheinufer.

Quelle: RP
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