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Langenfeld
Rotes Kreuz setzt sich vielfältig fürs Gemeinwohl ein

Langenfeld. Ohne das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wäre das Leben für viele Menschen in Langenfeld weniger abwechslungsreich und bunt und weniger von Fürsorge geprägt. Das zeigte sich während der gut besuchten Jahresversammlung im DRK-Haus an der Jahnstraße. Stolz blickte der erste Vorsitzende Magnus Staehler auf ein engagiertes Team fester und ehrenamtlicher Mitglieder, die mit ganzem Einsatz dafür sorgen, dass das Gemeinschaftsleben in Langenfeld funktioniert, junge und alte Menschen nicht zurückgelassen werden und Flüchtlinge ein neues Zuhause finden. Ganz klar stellte Staehler sich hinter Kanzlerin Angela Merkel: "Das Boot ist noch lange nicht voll." Für 82 Millionen Menschen könne es kein Problem sein, eine Million Gäste aufzunehmen. Das sei nur eine Frage der Koordination und Kommunikation, und da habe man im vergangenen Jahr reichlich Erfahrung gesammelt.

Der so genannte Fachdienst Bereitschaft ist gemeinsam mit Stadt und Maltesern für die Erstunterbringung der Flüchtlinge zuständig. "Am 4. August 2015 wurden wird vom Bürgermeister und der Beigeordneten informiert, dass in einer Woche 200 Flüchtlinge aus Kriegsgebieten mit Reisebussen ankommen. 24 Stunden später richteten wir in Wiescheid eine Notunterkunft für 44 Personen ein. Diese betrieben wir bis November und begrüßten 143 Personen aus 16 Ländern", schilderte Bereitschaftsleiter Björn Ruthemeyer die Situation. Und: "Am 13. August nahmen wir eine Notunterkunft in Monheim mit geplanten 150 Betten in Betrieb und waren beim Aufbau weiterer Unterkünfte in Erkrath und Mettmann im Einsatz." Ein straffes Programm, das ohne Ehrenamtliche nicht funktionieren würde.

Was das DRK vor Ort sonst noch so macht? Zum Beispiel Ferienfahrten für Kinder und Senioren, Martinszugdienste, Präsenz bei Stadtfesten und der Altenweihnachtsfeier, Blutspendedienste, Erste-Hilfe-Kurse, Begegnungsstätte, Kita- und Familienzentrum, Seniorenbesuchsdienst, Geburtstagsbesuchsdienst. Allein in der DRK-Begegnungsstätte treffen sich täglich über 40 Menschen zur gemeinsamen Geselligkeit und zur Mobilisierung körperlicher Bewegung. Es gibt ein anspruchsvolles kulturelles Programm von Marlies Kremer, das in Theatervorführungen und Konzerte führt, Städtereisen veranstaltet. Insgesamt 336 Menschen nahmen an Kultur- und Seniorenreisen teil. Sämtlicher Einsatz des DRK wird unter anderem möglich durch 1353 Fördermitglieder. Neuer stellvertretender DRK-Ortsvorsitzender ist Jürgen Jungmann (64), seit einem Jahr im Ruhestand. Er wurde ohne Gegenstimmen gewählt und soll für die Koordination der einzelnen Abteilungen zuständig sein.

(ik)
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