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Four Rooms in Langenfeld
Schlägerei überschattet Musikfestival

Four Rooms in Langenfeld: Schlägerei überschattet Musikfestival
Robin Hentschker, alias "Silentbreaker", versuchte nach eigenen Angaben vergeblich, den Streit zu schlichten. FOTO: rm-
Langenfeld. Ein jähes Ende hat das Musikfestival im städtischen Jugendzentrum am Samstagabend genommen. Eine Schlägerei mit mehr als 20 Beteiligten zwang die Organisatoren dazu, die Veranstaltung "Four Rooms" abzubrechen. Von Dorian Audersch

Offenbar eskalierte vor der Einrichtung an der Fröbelstraße ein Streit zwischen verschiedenen Jugendgruppen. Aus Pöbeleien wurden schnell Handgreiflichkeiten. Nach Polizeiangaben wurden drei 20, 19 und 18 Jahre alte Männer leicht verletzt, die sich schützend vor ein zuvor von den Schlägern beleidigtes Mädchen gestellt hatten.

Für Robin Hentschker sollte das "Four Rooms"-Musikfestival ein besonderer Abend werden. Unter dem Künstlernamen "Silentbreaker" macht der 21-Jährige Musik. Auf der Bühne im großen Saal wollte er erste Erfahrungen vor größerem Publikum sammeln. Doch sein Auftritt fiel den Ereignissen zum Opfer. "Das war ziemlich heftig", meint der Langenfelder. Er selbst habe noch versucht, schlichtend einzugreifen. "Die Lage ist ziemlich schnell eskaliert."

Grund für die Prügelei seien Wortgefechte zwischen verschiedenen Gruppen gewesen. "So weit ich das mitbekommen habe, waren es nicht reguläre Besucher, die den ganzen Stress angefangen haben." Es habe zunächst nur ein paar "blöde Sprüche" gegeben. Daraus seien dann gegen 19.30 Uhr teils heftige Handgreiflichkeiten geworden. "Irgendwie war das komplett sinnlos", sagt Hentschker. "Da hatten wohl einige ihre Hormone nicht im Griff."

Die Verantwortlichen im Jugendzentrum zogen sofort Konsequenzen und brachen das Festival ab. Eigentlich war das "Four Rooms" als friedlicher kreativer Austausch zwischen verschiedenen Subkulturen gedacht. Die Tanzgruppe rund um Trainer Almiros "K-Mifa" zeigte ihr Können, die Düsseldofer Rapper "Rocafort" (Magnus Langenohl) und "J-Brown" (Jonas Braun) standen auf der Bühne - ebenso wie die "ADS Crew" aus der Landeshauptstadt. Bis zu der Schlägerei am Abend verlief die Veranstaltung, die bereits um 15 Uhr begonnen hatte, friedlich. Das Leitungsteam des Jugendzentrums berief noch am Abend eine Krisensitzung ein. Man sei in einer Art "Schockstarre", meinte einer der Organisatoren gestern mittag auf Anfrage der RP. Es sei klar, dass dieser Vorfall Folgen für künftige Veranstaltungen haben werde. "Eigentlich wollten wir mit dem Festivals etwas Positives für die Jugend in Langenfeld machen. Es ist enttäuschend, dass es so einen Verlauf genommen hat." Er betont, dass sich die Eskalation nicht auf dem Gelände des Jugendzentrums zugetragen und dass es sich bei den Aggressoren nicht um reguläre Besucher gehandelt habe.

Als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, sollen die Schläger bereits verschwunden gewesen sein. Zwei Krankenwagen rückten an, um die insgesamt drei im Gesicht verletzten jungen Männer aus Langenfeld und Leichlingen zu behandeln. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollen einige der tatverdächtigen Schläger namentlich bekannt sein. Die Ermittlungen laufen.

Quelle: RP
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