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Monheim
Schöner lernen an der Kniprode-Schule

Monheim: Schöner lernen an der Kniprode-Schule
Die 4 b findet, sie habe den tollsten Klassenraum der Winrich-von -Kniprode-Schule. FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Gestern wurde der 3,1 Millionen Euro teure Anbau eingeweiht. Auch die Schulhofumgestaltung ist abgeschlossen. Von D. Schmidt-Elmendorff

Die Erstklässler der Winrich-von-Kniprode-Schule in Baumberg freuen sich, dass sie die Abrissarbeiten nicht mehr miterleben mussten. Die Zweitklässler wiederum bedauern, dass sie lange keine Spielmöglichkeiten hatten und den Baulärm ertragen mussten. Die Drittklässler begeistern sich für ihre schönen neuen Klassenräume und die Viertklässler sind erleichtert, dass dank der neuen Spinde im Flur keine Kleidung mehr verloren geht.

Große Dankbarkeit und Erleichterung der Schulgemeinde prägten gestern die Feier zur Eröffnung des neuen Klassentraktes an der Kniprode-Schule, der auch die neue Mensa beherbergt. Zwei Jahre wurden die Schüler in Containern unterrichtet, weil die Stadtverwaltung erst nach mehreren Anläufen ein Bauunternehmen für den Neubau fand. Die Bauzeit erstreckte sich dann von Juli 2016 bis August 2017. Zwar haben Schüler und Lehrer die großen, lichtdurchfluteten Räume bereits im September bezogen, aber erst nach abgeschlossener Neugestaltung des Schulhofs wollte man das neue Gebäude offiziell übergeben, erklärt Schulleiter Christoph Schröder. "Bis vor wenigen Tagen fuhren hier noch schwere Maschinen übers Gelände." Er hatte diese Entwicklung im Februar 2013 mit einem Brief an den Bürgermeister angestoßen, in dem er den Raumbedarf der Schule in Hinblick auf die Erweiterung des Offenen Ganztags anmahnte.

Bürgermeister Daniel Zimmermann wiederum zeigte sich dankbar, dass sich die Schulgemeinde dem unumgänglichen Abriss des 100 Jahre alten Gebäudes nicht widersetzt hatte. "So ein Gebäude kann kein Museum sein, Schule ist für die Kinder da und muss optimale Bedingungen zum Lernen bieten."

"Immerhin verbringen die Kinder heute viel mehr Zeit an der Schule als früher", bestätigte Annette Bruns-Krebber, die seit 25 Jahren in Baumberg unterrichtet und auch die Diskussionen um den Schulstandort miterlebt hat. Wenn die Leute aus dem Dorf die Außenfassade des Neubaus auch weniger attraktiv fänden als den Altbau, sagt sie, "von innen ist er sehr schön". Allein die hohen Räume böten "mehr Luft zum Atmen". Mit den vier Klassenräumen nebst Nebenräumen habe das Kollegium endlich die Gelegenheit, Kinder für differenziertes Lernen aus der Klasse zu ziehen und Elterngespräche zu führen, sagt Schröder. Auch für die konzentrierte Gruppenarbeit sei nun mehr Platz vorhanden. Nachmittags finden dort Angebote des Offenen Ganztags statt, wie etwa die Hausaufgabenbetreuung. Auch das bisher im Keller eingenommene Mittagessen werde jetzt in einem hellen, großen Raum mit Buchenholzmöbeln aufgetischt - mit Ausblick auf den Schulhof. Dort nehmen die Kinder erstmals das große Seilklettergerät mit Kniprode-Turm in Besitz, die Cageballanlage und den umgebauten Sitzkreis. "Wir hatten damals überhaupt keine Spiele und durften die Wiese nicht betreten", sagt CDU-Ratsherr Markus Gronauer, der vor 40 Jahren dort Schüler war. "Das ist schon ein Luxus!"

Quelle: RP
 
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