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Monheim
Schöner Wohnen "Unter den Linden"

Monheim: Schöner Wohnen "Unter den Linden"
Ein zentraler Park soll das Quartier in zwei Wohnbereiche teilen. Er verbindet den Nord-Süd-Grünzug und bietet Sitz- und Spielmöglichkeiten. FOTO: Hartung
Monheim. Die Politiker entschieden sich für die Planungen des Büros Hartung. Von Petra Czyperek

Für die beiden Bauprojekte der Monheimer Wohnungsbaugesellschaft fiel jetzt im Planungsausschuss die Variantenentscheidung. Mit dem neuen Wohnquartier "Unter den Linden" möchte die Stadtverwaltung rund 2,2 Hektar Fläche im Berliner Viertel aufwerten und es sowohl für Senioren als auch Familien und für das Mehrgenerationenwohnen als erste Adresse ausbauen. Experimentelle Wohnformen und Ateliers finden auf dem ehemaligen Hauptschulgelände ebenfalls Platz. Es grenzt an die städtische Hermann-Gmeiner-Grundschule. 150 bis 250 Wohnungen sind dort vorgesehen.

Drei Architekturbüros hatten ihre Planungen bereits in einer Bürgerbeteiligung und in Workshops vorgestellt und sie mit den Anregungen der Nachbarn anschließend weiterentwickelt. Die Politiker im Monheimer Planungsausschuss entschieden sich jetzt für die Variante des Planungsbüros Ulrich Hartung, das die Bebauung im Berliner Viertel zwar aufgreift, aber neue Akzente setzt.

Der Entwurf mit den in Reihen angeordneten Häusern soll weiterentwickelt werden. Die städtischen Planer wünschen sich beispielsweise größere Abstände zwischen den Häuserreihen und möchten den Aufzugturm durch ein innenliegendes Treppenhaus ersetzen. Robert Ullrich lobte den Grünzug mit Anbindung an die Grundschule. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft wird die Häuser errichten.

Wenn die Förderschule an der Geschwister-Scholl-Straße zum Sommer 2017 schließt, kann die städtische Wohnungsbaugesellschaft dort mit dem Bau von 150 bis 200 Wohnungen im geplanten Sophie-Scholl-Quartier beginnen. Die Häuser sollen höchstens sechs Stockwerke bekommen und sich einerseits an den hohen Mehrfamilienhäusern an der Geschwister-Scholl-Straße als auch an den niedrigen Einfamilienhäusern im Norden orientieren. Nach der Abschlusspräsentation im Juni entschieden sich jetzt die Politiker im Ausschuss einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros Luczak. Die Stadtplaner loben bei der Höhenstaffelung einen sensiblen Übergang, und dass das bestehende Einkaufszentrum am Holzweg quasi beiläufig an den geplanten neuen Supermarkt und an die Drogerie angeschlossen wird. Viel Grün lockert die Bebauung auf. Radfahrer und Fußgänger haben Vorrang, und so soll der Grünstreifen zwischen Fontanestraße und dem neuen Wohnviertel innerhalb der Siedlung fortgeführt werden. Die Stadtplaner möchten jedoch - anderes als von den Architekten vorgeschlagen - die Gebäudehöhe in Richtung Norden reduzieren. Das regte auch Markus Gronauer (CDU) an. Noch nicht endgültig geklärt sind der Kitastandort, die Lage der Tiefgargenzufahrten und die Stellplätze vor dem Supermarkt.

Quelle: RP
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