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Langenfeld/Senlis
Schüler aus Frankreich lernen mit Freunden

Langenfeld/Senlis. Seit 47 Jahren gibt es den Austausch zwischen der französischen Stadt und Langenfeld. Von Isabel Klaas

Maruschka (14) ist zum ersten Mal in Langenfeld. Ihre Eltern stammen aus Russland, aber sie ist in Langenfelds französischer Partnerstadt Senlis groß geworden. Mit 20 anderen Jungen und Mädchen aus Frankreich und ihrer Lehrerin Elisabeth Delcourt erlebten die Zwölf- und 13-Jährigen gestern ihren ersten Schultag im Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) und dann auch gleich einen Empfang im Langenfelder Rathaus.

Dort begrüßt sie Bürgermeister Frank Schneider. Maruschka freut sich schon auf die Woche in ihrer Gastfamilie und bei ihrer Brieffreundin Gina Scheuringer. Wie die anderen Austauschschüler lernt sie in ihrer Heimatschule, dem Collège de la Fontaine des Prés, seit zwei Jahren Deutsch.

Langenfelds Bürgermeister ist froh, nach vielen Jahren endlich wieder eine so große Gruppe aus Senlis begrüßen zu können. Obwohl die Partnerschaft schon seit 47 Jahren besteht, ist der Schüleraustausch etwas eingeschlafen. "Der letzte Austausch fand vor zwei Jahren unter Handballern und Fußballern der beiden Städte statt", bedauert Schneider. "Ihr sollt jetzt die Botschafter des permanenten Schüleraustausches sein", sagt der Bürgermeister hoffnungsvoll zu den Besuchern.

Das ist auch der Wunsch der Lehrerinnen Maren Hermeier, die am KAG Französisch und Spanisch unterrichtet, und ihrer Kolleginnen Catharina Deneke und Frauke Wintermann, die sich seit vier Jahren für die Wiederbelebung des Austausches zusammen mit der französischen Kollegin Delcourt einsetzen.

Alle zwei Jahre sollen sich ihren Vorstellungen nach die Jugendlichen aus Senlis und Langenfeld gegenseitig besuchen. Leider sei es nicht immer so ganz einfach, Interessenten dafür zu finden. "Die spanische Konkurrenz ist in Senlis sehr groß", sagte sie. Wenn vielleicht auch nicht das gleiche gute Wetter, so habe Langenfeld den Schülern doch auch einiges zu bieten. "Langenfeld ist eine schöne Stadt, man ist in fünf Stunden Busfahrt von Senlis aus hier. Und Ausflüge in die großen Nachbarstädte kann man auch machen."

Die stehen dann direkt morgen und in den nächsten Tagen an. Natürlich geht es nach Köln in den Dom und auch in einen Klettergarten. Elmar Widera, Vorsitzender des Langenfelder Partnerschaftskomitees, war ebenfalls beim Besuch der Senliser dabei.

Der Gegenbesuch der Langenfelder sei vom 9. bis 15. Mai geplant, informierte er. Maruschka aus Senlis freut sich erst Mal, dass es im KAG für sie keinen Nachmittagsunterricht gibt. "Um 13 Uhr ist Schluss. Bei uns sind wir bis 17 Uhr in der Schule", sagte sie.

Quelle: RP
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