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Langenfeld
Schüler basteln Igel als Martinslaternen

Langenfeld. In der Erich-Kästner-Schule sind die Leuchtmittel für den Umzug schon fertig. Die Eltern haben kräftig mitgeholfen. Von Andrea Bindmann

Papier, Kleber und Schere liegen in der Igelklasse der Erich-Kästner-Schule bereit. Aber wie wird daraus nun eine Martinslaterne? Immerhin wollen die ja pünktlich zum Umzug - Martinstag ist der 11. November, der Laternenzug der Kästner-Schule läuft aber schon am 7. November - fertiggestellt sein. Glücklicherweise sind Lehrerin Petra Weidner und helfende Eltern da, die wissen, wie's geht. Und in wenigen Stunden sind alle Kinder stolze Besitzer einer Igel-Laterne.

Zunächst werden zwei Teile für den Körper gebraucht. "Die Zacken sind ganz schön knifflig", gesteht Joel. Mutig schnippeln die Kinder ihren Igel aus brauner Pappe. Warum es ein Igel sein muss? "Wir sind in der Igelklasse!", lautet die einleuchtende Antwort.

In den Nachbarklassen entstehen derweil Pinguine oder Leuchttürme als Erinnerung an die Klassenfahrt. In der Igelklasse wird ein Loch in die beiden Pappteile geschnitten und mit Pergamentpapier verklebt. Schließlich soll das Licht der Laterne gut zu sehen sein.

Die beiden Teile für das Igelgesicht und die Füße sind da schon einfacher. Die sind nämlich schön rund. Ceylin kämpf mit der Nase ihrer Martinslaterne. Sehr spitz soll sie sein. "Die Teile müssen genau aufeinander passen", betont die junge Bastlerin. Für das Mittelteil werden noch einmal Zacken gebraucht. Beim etwas schwierigen Zusammenkleben müssen dann doch die Erwachsenen den Kindern zur Hand gehen.

Ebenso beim Anbringen der kleinen Igelfüße. Schnell wird der Draht, mit dem die Füße befestigt werden, noch mit bunten Perlen verziert. Miribans Igel wird eindeutig mädchenhaft. Denn sie entscheidet sich für pinkfarbene Perlen: "Ich finde die Farbe toll", begründet sich ebenso schlicht wie überzeugt. So bekommt am Ende doch noch jeder Igel eine persönliche Note.

Was dann kommt, macht besonders viel Spaß. Mund, Augen, eine Puschelnase und Fellstreifen erwecken die Igel zum Leben. Silvina strahlt. Sie darf das Klassenmaskottchen - natürlich auch einen Igel - mit nach Hause nehmen. Dazu noch ein ganz dickes Buch, in das sie schreiben darf, was der Igel bei ihr zu Hause erlebt hat. Und das wird eine Menge. Das Maskottchen wird Spaß haben. Davon ist Silvina fest überzeugt: "Ich habe noch einen Igel. Dann sind sie schon zu zweit."

Der Berg der Laternen im Klassenregal wächst inzwischen stetig. Nun noch schnell die Schnipsel auffegen, und dann folgt das Schlimmste für die kleinen Martinslaternen-Bastler: Warten.

Warten auf den Laternenzug, bei dem das so liebe- und mühevoll selbst gebastelte Stück endlich leuchten darf. Joel möchte seine Laterne am liebsten gleich mal ausprobieren. "Das ist noch soooo lange", finden auch Miriban und Ceylin. Genau genommen heißt es noch acht Mal Schlafen, bevor das Meer aus hellstrahlenden Igel-Laternen sich von der Erich-Kästner-Schule aus im Gedenken an St. Martin in Bewegung setzt.

Quelle: RP
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