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Kreis Mettmann
Schüler malen für die Tour de France

Kreis Mettmann. Während die Kleineren auf dem Schulhof im Sachunterricht fleißig Radfahren üben, haben Viertklässler ihren Kunstunterricht ebenfalls nach draußen verlegt. Sie gestalten zwei alte Fahrräder. Von Monika von Kürten

Die Schüler der Johann-Peter-Melchior Grundschule in Ratingen sind im Tour de France-Fieber, auch wenn sicherlich keiner von ihnen bei dem wohl bekanntesten Radrennen der Welt im Juli mitradeln wird.

Vielmehr beteiligen sie sich an einer Aktion des Amtes für Schulverwaltung und Sport im Vorfeld zu dem Ereignis. Stadtoberinspektorin Stephanie Engelhardt, die für die Koordination der Tour de France auf Ratinger Stadtgebiet verantwortlich ist, hatte alle Schulen der Dumeklemmerstadt aufgerufen, ein bis zwei Fahrräder farbenfroh zu gestalten, die dann ab Christi Himmelfahrt im Stadtgebiet ausgestellt werden sollen.

An welchem Ort, kann die Schule grundsätzlich selber bestimmen. Wünschenswert sei der Stadtteil der Schule, und selbstverständlich dürfe der Straßenverkehr durch den Standort nicht gefährdet werden, lautet die Vorgabe der Stadt. Zwei alte mittlerweile schon bunt leuchtende Drahtesel stehen derzeit auf dem Schulhof, umringt von zahlreichen Farbtöpfen, Kreppbändern, Federn und sonstigem Dekomaterial, alles, wie die Fahrräder auch, von Eltern gestiftet. Geschäftigt wuseln knapp 30 Grundschüler herum. Der neunjährige Till hat die Spraydose noch in der Hand. "Ich habe gesprüht und Wollfäden angebracht. Das hat richtig Spaß gemacht", berichtet er freudestrahlend. Er selber fährt gerne Rad und würde auch gerne bei der Tour de France mitradeln. Aber weil das nicht gehe, werde er bestimmt den "Grand Départ" - den großen Start - im Fernsehen verfolgen, vor allem wenn sie durch Ratingen fahren.

"Eigentlich wollte ich zwei gemischte Malgruppen bilden. Aber irgendwie hat sich herauskristallisiert, dass ein Rad von den Mädchen und das andere von den Jungen bemalt wird. Es ist sehr interessant, das Gruppenverhalten sowie die unterschiedliche Kreativität der beiden Teams zu beobachten. Anfangs hatten die Mädchen die Nase vorne, im Moment klappt es bei den Jungen besser", sagt Klassenlehrerin Heike Seger. "Wir machen daraus einen kleinen Wettbewerb. Schulintern wird, wenn die Räder fertig sind, abgestimmt, welches der beiden schöner ist. Dem Gewinnerteam winkt ein kleiner Preis", fügt sie hinzu.

In dieser Woche werden die fertigen Drahtesel zum ehemaligen Rathaus auf der Speestraße gebracht. Während der Ausstellungsphase wird ein Wettbewerb laufen, bei dem die Ratinger Bürger die schönsten Räder küren können. Und bis Anfang Juli die Radrennprofis durch das Schwarzbachtal und den Ratinger Süden rasen, radeln die Schüler der 4a unter den wachsamen Augen von Eltern, ihrer Lehrerin sowie Polizeihauptkommisar Martin Schulte durch den Ratinger Norden.

Seit der ersten Klasse lernten sie, wie sie sich mit dem Fahrrad (aber auch ohne) richtig im Straßenverkehr verhalten, und Ende Juni gibt es eine große Überprüfung des Gelernten mit einem theoretischen Test in Form von Fragebögen und einem praktischen Teil auf der Straße.

Quelle: RP
 
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