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Monheim/Urdenbach
Schüler wechseln nach Urdenbach

Monheim/Urdenbach. 65 Realschüler der auslaufenden Monheimer Lise-Meitner-Schule wechseln im Klassenverband zum neuen Schuljahr an die Theodor-Litt-Realschule. Von A. Röhrig und D. Schmidt-Elmendorff

So schnell kann man manchmal Zuwachs bekommen. Am Montagabend hat die Schulkonferenz der auslaufenden Monheimer Lise-Meitner-Realschule beschlossen, dass die drei Zehner-Klassen mit zusammen 65 Schülern ab den Sommerferien an der Theodor-Litt-Realschule das letzte Jahr bis zum Schulabschluss verbringen. Damit wächst die Urdenbacher Schule von aktuell 670 Mädchen und Jungen für das eine Jahr auf mehr als 700 an.

Schulleiter Hans-Georg Pröpper: "Für ein Jahr werden wir das gut hinbekommen." Allerdings macht er keinen Hehl daraus, dass er darüber froh ist, dass zum neuen Schuljahr statt der 125 wie im vergangenen Jahr nur 90 Fünftklässler eingeschult werden. "Es ist für alle entspannter, wenn wir nicht mehr wie früher auf eine Schülerzahl von mehr als 800 kommen."

Zuvor hatten sich bei einer Befragung über 90 Prozent der Monheimer Eltern und Schüler für das "Düsseldorfer Modell" ausgesprochen. Auf diese Weise könne, so die Bezirksregierung Düsseldorf, die Unterrichtsversorgung sichergestellt werden. Und die verbliebenen Lehrer, die sich 3,5 Stellen teilen - hätten eine neue Stammschule. "Wir müssten die Fahrtkosten bezahlen. Außerdem wird uns die Stadt Düsseldorf an den Unterhalts- und Betriebskosten für die Gebäude der Realschule beteiligen", sagt Peter Heimann, Bereichsleiter Schule, im am Mittwochnachmittag tagenden Schulausschuss in Monheim.

Zur Historie: Im November 2011 hatte der Monheimer Rat beschlossen, wegen der neu eingerichteten Sekundarschule die Realschule ab dem Schuljahr 2012/3 sukzessive aufzulösen. "Mit der sinkenden Schülerzahl reduzierte sich aber auch die Zahl der Lehrer der Realschule, insbesondere seit dem Sommer 2015 häuft sich der Unterrichtsausfall in einem Maß, dass es der Bezirksregierung zunehmend schwer fällt, die Unterrichtversorgung sicherzustellen", erklärt Heimann.

So übernahm beispielsweise Schulleiter Norbert Erven im vergangenen Jahr die Leitung der Benrather Realschule an der Hospitalstraße. An seiner alten Schule, die er seit 2006 leitete, gab er immer noch das Fach Informatik. Für einen Umzug der verbliebenen drei Zehner-Klassen hätte es in dem Benrather Schulgebäude, das man sich mit dem Gymnasium teilt, nicht genügend Platz gegeben.

Doch auch an der Theodor-Litt-Realschule finden die Monheimer Schüler ein kleines Stückchen Heimat wieder. Denn deren Schulleiter Hans-Georg Pröpper unterrichtete von 1980 bis 1995 an der Lise-Meitner-Schule und hat an diese Zeit gute Erinnerungen. Und auch danach sei der Kontakt nie ganz abgebrochen. Und da der gebürtige Monheimer, der dort immer noch lebt, die Probleme der Schüler in einer sterbenden Schule mitbekommen hat, bot er seine Hilfe an: "Wir haben den Eltern versprochen, den Schülern so viel Monheim wie es geht in Düsseldorf möglich zu machen." Zum Verständnis: Lehrer der Litt-Schule würden in den Fächern unterrichten, die von den verbliebenen Meitner-Lehrern nicht angeboten würden.

Quelle: RP
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