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Langenfeld
Schülersprecher leitet für einen Morgen die Schule

Langenfeld. Kopernikus-Realschule begeht ihren ersten "SoS"-Tag.

Die Langenfelder Kopernikus-Realschule hat erstmals einen "SoS"-Tag veranstaltet. Unter dem Motto "Schüler organisieren Schule" übernahmen die Acht- bis Zehnklässler für zwei Stunden das Kommando. So nahm Schülersprecher Maximilian Schmidt auf dem Stuhl von Schulleiter Frank Theis Platz (der passenderweise Geburtstag hatte). Schülersprecherin Nicole Henrich machte es sich am Konrektoren-Computer gemütlich. Beide hatten den Tag maßgeblich organisiert.

Neben dem Sekretariat übernahmen die Schüler natürlich auch den Job der Lehrer. "Die größte Angst vieler ,Kollegen' war, dass sie sich nicht würden durchsetzen können", erzählt Max. Aber alles verlief super. Die Erlebnisse der Schülerlehrer waren überwiegend positiv: "Es war besser, als ich dachte." Oder: "Die Klasse hat wirklich gut mitgemacht - das hatte ich so nicht erwartet."

Einigen wurde aber auch klar, dass Unterrichten nicht heißt, sich einfach nur vorne hinzustellen. So offenbarte das Fach Kunst ungeahnte Schwierigkeiten: "Wir hatten nicht erwartet, dass Kunstunterricht so viel Organisation bedeutet - und dass Fünftklässler so wenige Ideen zu einem Thema haben könnten", seufzten zwei Zehntklässlerinnen. Nach dem "SoS"-Unterricht kickte ein Lehrerteam gegen eine Schülermannschaft auf dem Cageballplatz - die Schüler gewannen und werden nun von Direktor Theis zum Essen eingeladen. Ein Sport- und Spielefest rundete den SoS-Tag ab. Auf die Frage lehrerseits, ob sie nach diesem Tag denn Lehrer werden wollten, antworteten indes mehrere Schüler: "Nee. lassen Sie mal . . ."

(gaby)
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