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Monheim
Schul-Sportplatz wird klein, aber vielseitig

Monheim. 900.000 Euro soll die Anlage kosten. Stadt muss 55 Parkplätze neu bauen. Kosten: 160.000 Euro. Von D. Schmidt-Elemndorff

Nach den Osterferien 2017 könnte ein lang gehegter Wunsch von Schülern und Lehrern der Peter-Ustinov-Gesamtschule wahr werden: Dann sollen sie auf ihrer eigenen Außenanlage Sport treiben. Für das Projekt sind bereits 900.000 Euro im städtischen Haushalt einkalkuliert. Die Planung für den Spotplatz war zunächst Anfang letzten Jahres ins Stocken geraten, weil die Schulleitung großen Wert auf eine 100-Meter-Bahn legte. Die hierfür nötige Auslaufzone ließ sich laut André Zierul, der im Rathaus für Sport zuständig ist, aber auf dem städtischen Grundstück hinter der Sandberghalle nicht verwirklichen. "Dann musste erst intern geklärt werden, ob wir fremde Grundstücke in Anspruch nehmen wollen", so Zierul. Die Stadt Monheim wird die zusätzlich benötigt Fläche von der Steffens Grundstücksgesellschaft erwerben, die diese allerdings nur im Erbbaurecht abgibt. Im Dezember stimmte der Haupt- und Finanzausschuss dem Erwerb in nichtöffentlicher Sitzung zu.

Der Sportplatz hat zwar keine Normabmessungen, wird aber vielfältig nutzbar sein, sagt Zierul. Beispielsweise war für eine 400-Meter Rundlaufbahn kein Platz vorhanden, nur ein 250-Meter-Oval konnten die Planer dem Grundstück abringen. "Es lassen sich aber alle - etwa bei Bundesjugendspielen verlangten - Leichtathletikdisziplinen wie Laufen, Weitsprung und Kugelstoßen dort ausüben, wobei das geplante Beachvolleyball-Feld im östlichen Teil der Anlage zugleich als Sprunggrube bzw Zielsektor dient. Außerdem wird der Platz auch zwei Kleinspielfelder beherbergen; eines mit Kunstrasen, das andere zur multifunktionalen Nutzung. "Dort kann man dann auch Fußball, Basketball und Volleyball spielen", so Zierul. Ein normgerechter Fußballplatz war angesichts der beengten Verhältnisse nicht darstellbar.

Der Baubeschluss für den Sportplatz soll in der Maisitzung des Rates fallen, erklärt Bereichsleiter Peter Heimann. Da Kunststoffarbeiten nicht bei Kälte vorgenommen werden könnten, rechnet Zierul damit, dass die Anlage erst Ostern 2017 fertig ist - es sei denn, der nächste Winter wird ebenfalls sehr milde.

In der heutigen Sportausschusssitzung geht es um die Parkplätze, die dieser Sportplatzplanung weichen müssen, nach geltendem Recht aber nachgewiesen werden müssen: Für die Gesamtschule sind das 70 Plätze. Deshalb hofft die Stadtverwaltung, dass die Politiker nochmals 160.000 Euro bereitstellen, damit auf dem Sportplatzgelände 55 Stellplätze eingerichtet werden können.

Quelle: RP
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