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Monheim
Schulbau kostet 31 Millionen

Monheim: Schulbau kostet 31 Millionen
Blick über den Atriumhof auf die Lottenschule 2020: So soll das Gebäude-Ensemble an der Lottenstraße mal aussehen. FOTO: Architekten Feldmeier/Wrede
Monheim. Weil die Gebäude der katholischen Lottenschule und der städtischen Astrid-Lindgren-Schule nicht mehr den pädagogischen Standards entsprechen, bekommen sie jetzt ein neues Domizil. Die Politiker beraten morgen im Ausschuss für Schule und Sport über den Baubeschluss für das neue Grundschulzentrum an der Krischerstraße. Der Rat entscheidet am 20. Dezember. Von Petra Czyperek

31 Millionen Euro wird der moderne Komplex kosten - einschließlich einer neuen Mensa, die die beiden Schulgebäude verbinden wird. Dieser Mensa-Neubau verteuert das Projekt um vier Millionen Euro - ursprünglich waren 27 Millionen Euro veranschlagt worden. Statt der alten Mensa, die laut Gebäudemanager Michael Lobe mehr ein Provisorium mit bis zu 50 Plätzen in zwei Klassenräumen ist, können dann ab Ende 2020 rund 600 Schüler und Lehrer täglich in jeweils drei Schichten essen gehen. "In der Übergangszeit nutzen wir die bestehende Turnhalle als Speiseraum", ergänzt Lobe. "Das Essen wird dann wie bisher angeliefert".

Später soll auf das Cook-and-Chill-Verfahren umgestellt werden. Das bedeutet, die Speisen werden kurz gekocht, dann schnell heruntergekühlt und später in der Schulküche fertig gegart. "Die Helfer können die Gerichte außerdem durch frische Beilagen wie Salat und Gemüse ergänzen und Kartoffeln oder Reis dazu kochen", erklärt der Gebäudemanager. Die ebenfalls neu zu errichtende Turnhalle soll ein Jahr später als der übrige Schulkomplex, nämlich 2021, fertig sein. Neben dem Schulsport bekommen auch die Monheimer Vereine Nutzungszeiten.

Im Neubau der Grundschulen finden dann die Astrid-Lindgren-Schule mit drei Zügen und die zweizügige Lottenschule Platz. Jede der beiden Schulen erhält nach dem Konzept des Architekturbüros PASD Feldmeier Wrede ein eigenes Haus. Ein transparenter Trakt, in dem auch die Mensa unterkommt, verbindet die eigenständigen Gebäude.

Die Fassaden werden mit unterschiedlichen Klinkersteinen gestaltet. So sei ein roter Klinker in Anlehnung an das bestehende Backstein-Gebäude der Lottenschule und ein heller Klinker für die Astrid-Lindgren-Schule geplant. In der Verbindungszone werde viel Glas verbaut, beschreibt Lobe das Konzept. Die Sporthalle erhalte einen Klinkersockel. Das Obergeschoss sei teilweise lichtdurchlässig.

Die neuen Schulgebäude und die Sporthalle bilden mit der bestehenden Leo-Leonnie-Förderschule einen Komplex zwischen Lotten- und Krischerstraße. Das neue Quartier der Lottenschule bleibt tendenziell zur Lottenstraße hin ausgerichtet, die Astrid-Lindgren-Schule liegt wie bisher an der Krischerstraße. Der Haupteingang beider Schulen soll aber im Verbindungstrakt liegen. Die Eingänge sowohl der Sporthalle als auch der Schulgebäude sind zum Schulhof ausgerichtet.

Draußen auf dem Schulhof des neuen Zentrums gibt es Spiel- und Bewegungsbereiche mit Spielgeräten sowie einen Freibereich im Souterrain der Mensa. Beheizt werden sollen das dreiteilige Gebäude und die Sporthalle über eine Hybridanlage, die aus einer Sole-Wasser-Wärmepumpe und einem Gasbrennwertkessel besteht. Flächendeckend wird eine Fußbodenheizung eingebaut. Nur die Luft in der Sporthalle wird über Deckenstrahlerplatten erwärmt.

Das geplante Schulzentrum an der Krischerstraße verteuert sich wegen der Mensa um 4 Millionen Euro.

Quelle: RP
 
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