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Monheim
Schulweg braucht einen Zebrastreifen

Monheim. Die Verwaltung legt dem Planungsausschuss eine ausführliche Prüfung der Verkehrssituation an der Schwalbenstraße und am Lerchenweg zur Kenntnis vor. Die SPD hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Von Petra Czyperek

Andreas Apsel und seine Mannschaft im Fachbereich Bauwesen haben auf den Antrag der SPD-Fraktion reagiert und legen für die Sitzung des Planungsausschusses am kommenden Donnerstag (18 Uhr, Ratssaal) eine umfangreiche Überprüfung der Verkehrssituation rund um die Schule am Lerchenweg und an der Schwalbenstraße vor. Die Verwaltung gibt zwar bei vielen Befürchtungen Entwarnung, regt aber einige bauliche Maßnahmen - wie beispielsweise einen Schutzstreifen an den Schrägparkplätzen der Schwalbenstraße, eine bessere Beleuchtung auf dem Verbindungsweg zwischen Schwalben- und Sperberstraße und einen weiteren Zebrastreifen in Höhe des Hauptzugangs der Grundschule am Lerchenweg - an, um den Bereich für die Kinder sicherer zu machen. Letzterer Vorschlag kam von Schulleiter Achim Nöhles.

SPD-Fraktionschef Werner Goller sorgt sich dennoch in seinem Antrag um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen, die eine der Schulen am Sandberg besuchen. Er hofft, dass man seine Bedenken nicht einfach mit dem Hinweis auf die Unfallstatistik beiseite schiebe. Gerade in den Stoßzeiten würden die Schüler durch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, aber auch durch die Patienten der dort angesiedelten Arztpraxen gefährdet. Goller glaubt außerdem, dass der Schulweg für Kinder aus dem Berliner Viertel bereits ab der Kreuzung Opladener/Schwalbenstraße gefährlich sei. Sie kämen im Prinzip auf der falschen Straßenseite an und setzten ihren Weg dort einfach fort. Eine zweite Ampel könnte Abhilfe schaffen. An der Sperberstraße blockierten sich dann Lehrer und Eltern, die einen Parkplatz suchten, gegenseitig.

Die Mitarbeiter der Verwaltung haben die Situation mehrfach sowohl morgens als auch am Nachmittag in Augenschein genommen. Zwar registrierten sie dabei zu Schulbeginn einen regen Autoverkehr - auch, weil viele Eltern ihre Kinder zur Schule fahren und sie in das Gebäude hinein begleiteten. Der Verkehr habe jedoch nach rund 15 Minuten wieder nachgelassen. Chaotische Verhältnisse hätten sie nicht erlebt, heißt es. Im östlichen Bereich der Opladener Straße soll keine weitere Ampel errichtet werden. Die Fachleute fürchten, dass dies die stark befahrene Straße zusätzlich belaste und Probleme bei der "grünen Welle" verursache. Die bestehende Ampel reiche aus, so ihre Feststellung. Die Parkplatzsituation sei insgesamt "sehr komfortabel", heißt es weiter. Es stehe außerdem kein öffentlicher Raum zur Verfügung, um weitere Stellplätze anzulegen. Die Experten haben aktuelle Geschwindigkeitsmessungen und die Parkplatzsituation untersucht, die Unfallstatistik bei der Polizei angefordert und eine Stellungnahme der Schule am Lerchenweg eingeholt. Darin betont Schulleiter Achim Nöhles, dass die Verkehrssituation zu bestimmten Zeiten "äußerst angespannt" sei. Dann reichten die Halteflächen nicht annähernd aus, so dass die Autofahrer in Feuerwehrzufahrten, auf Behindertenparkplätzen und auf Gehwegen parkten. Dennoch sei es vor der Schule nur zu wenigen Unfällen gekommen, und das zumeist außerhalb der Stoßzeiten. Dies belegen auch die Zahlen der Unfallstatistik, die die Verwaltung von der Polizei angefordert hat. Sie betont das "Unfälle in den hoch frequentierten Schulzeiten erfreulicherweise nicht zu verzeichnen sind" und sieht deshalb - neben den vorgeschlagenen Maßnahmen - keinen weiteren Handlungsbedarf.

Quelle: RP
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