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Langenfeld
Sechstklässler jagen spielend ihre Lehrer

Langenfeld. Beim Mobilitätstraining geht es mit Bus und Bahn durch die Stadt. Von Robin Hetzel

Kaum springt der Zeiger der großen Uhr in der Empfangshalle am Hauptbahnhof an diesem Morgen auf neun Uhr, stürmen die Sechstklässler der Düsseldorfer Joseph-Beuys-Gesamtschule in alle Richtungen. Ganz vorne mit dabei sind Aishah, Lina, Hatice, Fatlinda, Younes und Victor, für die es nun darum geht, möglichst schnell zur Kettwiger Straße zu gelangen, um das Pferd zu fangen.

Was zunächst wie eine verrückte Schnitzeljagd klingt, ist eigentlich ein spielerisches Mobilitätstraining der Rheinbahn und der Joseph-Beuys-Gesamtschule. Dort ist das außergewöhnliche Versteckspiel bereits seit 20 Jahren fest im Stundenplan verankert - nachahmenswert auch für Langenfelder und Monheimer Schulen.

120 Schüler sind dabei auf der Suche nach sieben Lehrern, die sich unter Decknamen wie Pferd, Affe und Papagei vor den Schülern verstecken. Von der Zentrale können die Schüler per Handy den Standort der Lehrer erfahren und müssen dann mit Bus und Bahn schnellstmöglichst das Versteck finden. Gewonnen hat am Ende die Gruppe, die nicht nur die meisten Lehrer gefunden, sondern auch viele unterschiedliche Verkehrsmittel genutzt und alle Fahrten protokolliert hat.

Als die sechs Schüler nun an der Haltestelle Stadtwerke/Düsselstrand angekommen sind, macht sich erste Resignation breit. "Das ist echt schwieriger als gedacht", gibt Aishah zu. "Ich weiß gar nicht genau, in welche Richtung wir jetzt müssen", stellt Hatice fest. Kurzfristig entscheiden sich die sechs für die nächste Bahn in Richtung Norden. Dort wartet dann die große Überraschung: Gerade als sich die Schüler setzen wollen, steigt das Pferd - eine Lehrerin der Schule - ein. Mit der ersten ergatterten Jagdtrophäe ist auch die Motivation der Sechstklässler wieder da. Schnell richtet sich der Blick auf den Zettel mit den Hinweisen zu den Standorten der nächsten Trophäen.

Zum ersten Mal sind die Sechstklässler in diesem Jahr mit der App der Rheinbahn anstelle von Fahrplänen unterwegs, erklärt Lehrer Armin van de Lücht. "Die Schüler lernen nicht nur den Umgang mit der App und Fahrplänen. Auch die Teamfähigkeit und verkehrssicheres Verhalten werden trainiert."

Am Ende reicht es für die sechs Schüler leider nicht für den Gesamtsieg. Einen Preis - einen Schwimmbadgutschein von der Rheinbahn - bekommen sie trotzdem. Für die sechs steht nach dem Mobilitätstraining fest: "Das war auf jeden Fall besser als Unterricht und hat echt Spaß gemacht."

Quelle: RP
 
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