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Langenfeld/Hilden
Serie von Brandstiftungen geht weiter

Langenfeld/Hilden: Serie von Brandstiftungen geht weiter
Auch bei dem Fall auf dem Parkplatz an der Forstbach-, Ecke Lindenstraße in Hilden vermutet die Polizei Brandstiftung. Der Wohnwagen ist geschmolzen. Im Hintergrund ist der ausgebrannte BMW X3 zu sehen. FOTO: Olaf Staschik
Langenfeld/Hilden. In Richrath löschte die Feuerwehr auf einem Firmengelände, in Monheim Papiercontainer, in Hilden einen Wohnwagen. Von T. Gutmann, H. Schoog und G. Stenzel

Die Serie von Brandstiftungen in Langenfeld setzt sich fort - und auch in Monheim und Hilden gibt es weitere Fälle.

Wie die Polizei gestern berichtete, alarmierte ein Zeuge am Sonntagmorgen gegen 6.45 Uhr die Feuerwehr wegen eines Dachziegel-Brandes auf einem Firmengelände am Götscher Weg in Richrath. Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Firmengebäude konnten die Einsatzkräfte verhindern. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Die gilt auch für einen Papiertonnen-Brand in Monheim. Die zwei Sammelbehälter brannten am Samstagabend gegen 22.40 Uhr an der Hofstraße nahe dem Marienburgpark völlig aus. Zeugen haben laut Polizei noch versucht, den Brand zu bekämpfen, haben sich dabei aber selbst leicht verletzt. Sie mussten mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach einer ambulanten Behandlung wurden sie wieder entlassen. Geschätzter Schaden: etwa 500 Euro. Laut Polizei sah ein Zeuge unmittelbar vor Ausbruch des Brandes einen Mann, der in Richtung der beiden Papiertonnen spazierte. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 1,90 Meter groß und schlank sein und dunkle Haare haben. Zur fraglichen Zeit trug er eine lange, beigefarbene Hose und ein dunkles Oberteil.

In Hilden brannte in der Nacht zu gestern gegen 2.20 Uhr ein Wohnwagen komplett aus. Er war auf einem Parkplatz an der Forstbach-, Ecke Lindenstraße, abgestellt. Ein Zeuge alarmierte sofort die Feuerwehr. Als sie eintraf, brannten der Wohnwagen sowie ein daneben stehender Pkw BMW X3 schon in voller Ausdehnung. Und: Das Feuer war bereits auf einen Zaun eines angrenzenden Grundstücks übergegangen. Außerdem wurden ein Opel Vectra sowie angrenzendes Buschwerk stark beschädigt.

Der Schaden an dem nicht mehr fahrbereiten BMW und dem Wohnwagen (wirtschaftlicher Totalschaden) wird mit rund 15.000 Euro beziffert. Die Polizei sieht einen Zusammenhang zu einer Reihe von Wohnwagenbränden in Richrath. Hier war zuletzt Am Schlangenberg ein Wohnwagen in Flammen aufgegangen. Am Tönnesbrucher Feld wurde Anfang voriger Woche ein Wohnmobil angezündet, in dem zwei Männer übernachteten. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ebenfalls am Tönnesbrucher Feld wurden am 14. April durch Brandstifter ein Wohnwagen und ein Auto zerstört.

Keine Absicht vermutet die Polizei hingegen hinter einem Fassadenbrand am vorigen Samstag an der Richrather Straße. Ein Zeuge bemerkte das Feuer gegen 11 Uhr. Die Feuerwehr konnte es schnell löschen. Bewohner kamen nicht zu Schaden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand und einer Bewertung von Polizei und Feuerwehr könnte der Brand unbeabsichtigt durch einen von einer Anwohnerin nur kurz zuvor benutzen Bunsenbrenner zur Unkrautvernichtung verursacht worden sein. Den Schaden an der Hausfassade schätzt die Polizei auf 5000 Euro.

Hinweise nehmen die Ermittler in Langenfeld, Telefon 02173 288-6310, entgegen wie auch die Polizei in Monheim, Telefon 02173 9594-6350.

Quelle: RP