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Langenfeld/Monheim
Sie engagieren sich für ihre Heimat

Langenfeld/Monheim: Sie engagieren sich für ihre Heimat
Beispielhaft für viele weitere Ehrenamtliche, die zu einem guten Heimatgefühl beitragen, steht dieses Trio: Langenfelder Stadtgeschichte machen (v.l.) Annelies Rejek und Günter Schmitz anschaulich, für Spaß im Monnemer Karneval sorgt Martina Pophal-Albig. FOTO: Ralph matzerath
Langenfeld/Monheim. Ob im Brauchtum oder durch stadtgeschichtliche Forschung: Es gibt in Langenfeld und Monheim viele Ehrenamtliche, die dazu beitragen, die Heimat bewusst zu erleben. Wir nennen drei gute Beispiele für solches Engagement.

Die ehemalige Lehrerin Annelies Rejek (79) unterrichtete Generationen von Berghausener Grundschülern und erzählte auch ungezählten jugendlichen und erwachsenen Langenfeldern von der Geschichte der Stadt. Von allen Baudenkmälern in Langenfeld hat es ihr die Wasserburg Haus Graven besonders angetan. Um so begeisterter war sie, als sich nach langer Schließung des Baudenkmals vor einigen Jahren die Möglichkeit anbahnte, es der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen. Im Förderverein Wasserburg Haus Graven übernahm Rejek die Vermittlung der Burghistorie. Seit Jahrzehnten bietet Rejek historisch-unterhaltsame Spaziergänge an, oft für die VHS, aber auch für andere Gruppen. Lokalgeschichte bringt Rejek auch im Stadtmuseum Interessierten nahe. Als Mitglied des zuständigen Fördervereins unterstützte sie seit 1991 mit viel Engagement den Aufbau und die Pflege der stadtgeschichtlichen Sammlung im Freiherr-vom-Stein-Haus. Dazu gehört auch die Aufarbeitung des Massakers vom Wenzelnberg kurz vor Kriegsende im April 1945.

Der Langenfelder Lokalhistorie insbesondere des 20. Jahrhunderts spürt auch Günter Schmitz (76) nach, der den Geschichts-Arbeitskreis der Volkshochschule leitet. Nach und nach haben die engagierten Hobbyhistoriker in zwölf dicken Jahresbänden Langenfelder Geschehnisse zwischen 1931 bis 1949 dokumentiert. Persönlich erforscht der ehemalige (Essener) Schulrektor Schmitz seit über 30 Jahren die Geschichte der Juden in Langenfeld, Monheim und Hitdorf. Schmitz geht akribisch insbesondere dem Schicksal der Deportierten nach, die den Holocaust nicht überlebt hatten. In mühevoller Archivarbeit und schriftlichen Recherchen trug Schmitz außerdem Fakten zu 14 Frauen und Männern zusammen, die während der NS-Diktatur aus Osteuropa nach Langenfeld verschleppt worden und gemeinsam mit zwei Babys anonym in einem Sammelgrab auf dem Waldfriedhof bestattet worden waren. Seit einem Jahr stehen die Namen der Toten an deren letzter Ruhestätte.

FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)

Karneval trägt alljährlich dazu bei, die Heimat von ihrer fröhlichsten Seite zu erleben. Doch der Spaß an der Freud in der Session will gut organisiert sein - und darum kümmern sich in beiden Städten etliche Ehrenamtliche. So wie die Monheimer Unternehmerin Martina Pophal-Albig (49), die bei der Karnevalsgesellschaft Gromoka unter anderem für das jecke Treiben an Weiberfastnacht zuständig ist und an diesem Tag als Bürgermeisterin vom Doll Eck agiert.

FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Quelle: RP
 
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