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Langenfeld
So bunt ist der Ausstellungsherbst

Langenfeld. Die Region punktet mit besonderen Schauen. Wir haben einige kulturelle Höhepunkte zusammengestellt.

Langenfeld Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, verließen zehntausende Kulturschaffende Deutschland wegen ihrer politischen Gesinnung oder jüdischen Herkunft. Und ihre Werke? Wurden von den Machthabern in öffentlichen Bücherverbrennungen oder als "entartete Kunst" aus Museen systematisch vernichtet, verboten und verfemt. Einige sind aber auch noch erhalten. Um solche Werke heute kaum bekannter Künstler, die zur NS-Zeit geflüchtet sind, geht es in der Ausstellung "1933-1945 - Schicksale einer verschollenen Generation". Sie ist noch bis zum 16. Oktober im Langenfelder Stadtmuseum, Hauptstraße 83 zu sehen. Die Werke stammen aus der Sammlung "Memoria" von Thomas B. Schumann aus Hürth. Insgesamt sind 42 Werke von 34 Künstlern ausgestellt - unter anderem von Ludwig Meidner, Arthur Kaufmann, Charlotte Berend-Corinth, Franz Monjau und Juli Wolfthorn.

Der Eintritt ist frei. Geöffnet täglich außer montags 10 bis 17 Uhr.

Ratingen Das Museum Ratingen präsentiert in der Sonderausstellung "Licht-Farbe-Stofflichkeit" Werke von Erika Riemer-Sartory, die an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Siegfried Cremer studierte und seit vielen Jahren in Ratingen lebt. Die Farbe ist das bestimmende Medium in ihren Arbeiten. Die Künstlerin setzt die Farbwerte in ihrer ursprünglichsten Form ein. Sie fixiert in einer eigens entwickelten Technik das reine Pigment auf dem Bildträger. Die Farbe erhält durch diese Methode nicht nur eine besondere Intensität, sie gewinnt auch eine eigene Stofflichkeit. Arbeiten von Riemer-Sartory werden in der Ausstellung Werken anderer Künstler der Gegenwart aus der Sammlung des Museums gegenübergestellt, darunter Gotthard Graubner, Ulrich Erben oder Adolf Luther, die sich mit vergleichbaren Phänomenen des Verhältnisses von Farbe zu Stofflichkeit und dem Licht auseinandersetzen.

Peter-Brüning-Platz 1 (Eingang Grabenstr. 21), Ratingen; geöffnet Dienstag bis Freitag 13 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag 11 bis 18 Uhr.

Mettmann Der Keller des Neanderthal Museums verwandelt sich bald in ein Playmobil-Familienparadies. Besucher können sich auf detailreichen Szenen aus der Steinzeit und dem Alten Ägypten freuen. Darüber hinaus wird ein Blick in die Welt des Alten Roms geboten. Hinzu kommen Ritterturniere und mittelalterliches Stadtleben. Seit mehr als 40 Jahren ist Playmobil Kult und aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. 1974 bringt die Firma Geobra Brandstätter aus Zirndorf das erweiterbare Systemspielzeug auf den Markt. Im Rollenspiel entdecken Kinder nicht nur ihren Alltag, sondern können in historische, fremde oder fantastische Welten eintauchen. Die auf das Wesentliche reduzierten Figuren regen auch Erwachsene zum Sammeln und kreativen Gestalten an. Oliver Schaffer ist so ein Sammler der ersten Stunde. Der Hamburger Künstler hat seit seiner Jugend mehr als 10.000 Playmobil-Figuren zusammen getragen. Zu sehen sind ab dem 19. November historische Themenwelten, die Oliver Schaffer individuell für die Ausstellung vor Ort aufgebaut hat. Aktuell ist im Neanderthal-Museum neben der ab 10. Oktober neu konzipierten Dauerausstellung über die Vorgeschichte der Menschheit die Entenhausen-Persiflage "Duckomenta" zu sehen (bis 30. Oktober).

Talstraße 300, Mettmann, geöffnet täglich außer montags, 10 bis 18 Uhr.

Hilden Im Kunstraum im Gewerbepark-Süd an der Hofstraße 64 sind noch bis Sonntag Werke von Otto Piene zu sehen, dem vor zwei Jahren verstorbenen Mitbegründer der Künstlergruppe "Zero". Das Spektrum reicht von frühen Grafiken bis hin zu den letzten Unikaten auf metallbeschichtetem Papier. Selbst die großen "Sky Events", wie der 700 Meter lange heliumgefüllte Regenbogen, den Piene zu den olympischen Spielen 1972 über den Münchner Himmel spannte, sind fotografisch dokumentiert.

Geöffnet heute 14 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag 11 bis 16 Uhr.

Quelle: RP
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