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Langenfeld
So können Versicherungskunden sparen

Langenfeld: So können Versicherungskunden sparen
FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Langenfeld. Die Verbraucherzentrale Langenfeld empfiehlt, Policen regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen.

Mehr als 2000 Euro geben Bundesbürger im Schnitt pro Jahr für Versicherungen aus. Dennoch sind viele Menschen keineswegs gegen Schäden oder Einbußen gut gewappnet. Denn sie haben sich falsch beziehungsweise bei zu teuren Gesellschaften abgesichert. "Viele Versicherungen in der Tasche zu haben, ist keine Garantie für den besten Schutz. Entscheidend ist, dass der eigene Versicherungsschutz regelmäßig überprüft, an die eigene Lebenssituation angepasst wird und hierbei existenzbedrohende Risiken richtig versichert sind", erklärt Elisabeth Schoemakers von der Verbraucherzentrale in Langenfeld. Deren Versicherungsberater geben Tipps, worauf bei einer Inventur der Versicherungspolicen geachtet werden sollte:

Policen, die jeder braucht Der Versicherungsschutz sollte stets einen "Gau" vermeiden. Das heißt: Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung in ausreichender Höhe. Wer anderen einen Schaden zufügt, muss mit Schadensersatzansprüchen rechnen. Und das kann teuer werden, im Extremfall sogar die Existenz bedrohen. Auch den eignen Hausrat zu versichern macht Sinn, da eine Neuanschaffung zum Beispiel nach einem Brand, einem großen Wasserschaden oder bei verwüstetem Inventar nach einem Einbruch von vielen Privathaushalten nicht gestemmt werden kann.

Sinnvoller individueller Schutz Wer Nachwuchs erwartet, sollte über einen zusätzlichen Schutz für die Familie nachdenken. Eine Risikolebensversicherung etwa sichert die Angehörigen im Fall des eigenen Todes finanziell ab. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung können sich Versicherte gegen dauerhafte Verdienstausfälle durch Krankheit oder Unfall schützen. Wer jedoch dem Arbeitsleben "ade" sagt und in Rente geht, kann zumindest auf die Versicherung zum Schutz bei Erwerbsunfähigkeit verzichten. Das monatliche Einkommen aus dem aktiven Erwerbslosen muss dann nicht mehr abgesichert werden. Auch das Einspringen der Krankentagegeldversicherung bei Ausfällen erübrigt sich dann.

Versicherungen, die überflüssig sind Verzichtet werden kann auf Policen, die nur kleinere Schäden absichern, wie dies beispielsweise bei einer Reisegepäckversicherung der Fall ist. Der Verlust eines Koffers lässt sich in der Regel leicht ersetzen. Glas-, Sterbegeld- und private Arbeitslosenversicherungen sind ebenfalls entbehrlich. Auch Extra-Geräteversicherungen für Fahrräder, Handys, Laptops oder Brillen lohnen sich nur bei extrem teuren Anschaffungen.

Check, der Kosten und Ärger spart Soll eine Versicherung abgeschlossen oder neu bewertet werden, muss nicht unbedingt ein Vertreter her. Der ist besonders darin geschult, Kunden zu umgarnen. Dabei werden oft auch Versicherungsprodukte abgeschlossen, die unnötig oder im Vergleich zu anderen Anbietern teurer sind. Kosten und Ärger spart, wer sich selbst informiert, welche Versicherungen es gibt und welche man braucht. Deshalb sollten vor dem Abschluss oder der Ausweitung eines Vertrags Angebote mehrerer Gesellschaften eingeholt werden. Wichtig hierbei: Nicht nur die Kosten vergleichen, sondern auch auf eine möglichst jährliche Kündigungsmöglichkeit und Zahlungsweise sowie auf Ausschlüsse achten.

Kündigen, Leistungen kürzen, erweitern oder Verträge so lassen? Auf alle Fälle den eigenen Versicherungsschutz regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Der Versicherungsberater in der Verbraucherzentrale in Langenfeld hilft bei einem Check der persönlichen Versicherungsunterlagen. Die sachkundige Inventur kostet 80 Euro für 60 Minuten. Terminvergabe unter Telefon 02173 8492501.

(gut)
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