| 00.00 Uhr

Langenfeld/Monheim
So schön sind Kreisverkehre

Langenfeld/Monheim: So schön sind Kreisverkehre
Der Kreisverkehr an der Bachstraße blüht derzeit in vielen Farben. Obendrauf wacht ein grüner Dinosaurier über den Verkehr. FOTO: ralph matzerath
Langenfeld/Monheim. Immer mehr Kreisverkehre entstehen in Langenfeld und Monheim. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Planern. Von Martin Mönikes

15 Kreisel inzwischen in Langenfeld, 13 bisher in Monheim, zusätzlich drei in konkreter Vorbereitung: Kreisverkehre sind beliebt. "Die Anlagen verkürzen die Wartezeit an Kreuzungspunkten, sie gewährleisten sicheren, kontinuierlichen Verkehrsfluss, und sie sind im dauerhaften Unterhalt preiswerter als eine Verkehrssignalanlage", bestätigen die Experten in den Rathäusern. Sie sind - unabhängig vom Platzbedarf - allerdings kein Allheilmittel. Bei einem täglichen Verkehrsaufkommen von 28.000 endet die Leistungsfähigkeit, mehrspurige Kreisverkehre bergen sogar ein zusätzliches Unfallrisiko.

In Langenfeld verfügen viele der Kreisel über eine künstlerisch oder gärtnerisch gestaltete Mittelinsel, zuletzt Hegeners "Meilenstein" im neuen Kreisel Düsseldorfer Straße/Theodor-Heuss-Straße. Frank Franz, zuständiger Referatsleiter im Baudezernat, ist voll des Lobes für den städtischen Bauhof, der diese Inseln an den "Stadteingängen" intensiv pflegt. Der Bauhof wird bereits bei der Gestaltung einbezogen. "Von Langenfeld können wir insoweit lernen", räumt Florian Sandner, zuständiger Planer in Monheim ein. Die zuletzt in Monheim gebauten zwei Kreisel im Zuge des Umbaus der Krischerstraße und der jetzt fertiggestellte Knoten Baumberger Chaussee/Knipprather Straße sind "nur" funktionell. Allerdings gibt es Überlegungen, "in weiteren Planungen künstlerische Wettbewerbe zu starten oder die intensive Pflege an Gartenbaufirmen zu vergeben", verrät Sandner.

Das Kunstwerk Schwadlappe ziert den Kreisel an der Hardt/Hövelerstraße. Es ist immer wieder ein Hingucker. FOTO: Matzerath Ralph

An der Kreuzung Sandstraße erfordert eine fast 40 Jahre alte Ampel, für die es keine Ersatzteile mehr gibt, die Änderung. Geplant ist der Umbau für 2017, und auch für den neuen Stadteingang zwischen Rheinpromenade und Krischer Straße ist ein Kreisel in Planung. Mit etwas Glück wird der an der Ausfahrt Hitdorf der A 542 nicht nur von den Bayer- und UCB-Mitarbeitern langersehnte Kreisverkehr noch in diesem Jahr begonnen werden. "Die aktuelle Sanierung der A 542 sollte genutzt werden", so Sandner. Zuständig ist eigentlich der Landesbetrieb Straßen NRW, von dem die Monheimer die bereits 2013 begonnen Planungen übernommen haben, "damit endlich gebaut wird".

Kreisverkehre gibt es in vielerlei Ausführungen, etwa mit überfahrbarer, nur leicht erhöhter Mittelinsel, wenn Busse oder Lkw erwartet werden. Oder Kreisel mit "Bypass", wie am neuen Langenfelder Kreisel, an dem die von Norden kommenden Fahrzeuge unmittelbar ins neue Baugebiet Berghausen fahren können. 750.000 Euro kann der Ausbau eines großen Kreisels kosten, je nachdem, wie viele unterirdische Leitungen und Rohre verlegt werden. Daneben gibt es Mini-Kreise, wie etwa in der Neu- oder Gladbacher Straße in Langenfeld, wo etwa 1500 Euro genügen, um den Verkehrsfluss zu optimieren.

Der neue Kreisverkehr an der B8 sorgt für einen zügigen Verkehrsfluss. FOTO: Matzerath Ralph
Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Langenfeld/Monheim: So schön sind Kreisverkehre


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.