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Monheim
So soll's rund um Dionysius aussehen

Monheim. Die Bewertungskommission für den Bebauungsplan 67b favorisiert den Entwurf der Planergruppe Oberhausen, der eine Abfolge von drei Höfen vorsieht. Von D. Schmidt-Elmendorff

Das Konzept der Planergruppe Oberhausen mit drei aufeinanderfolgenden Höfen für das Areal rund um St. Dionysius hat die Bewertungskommission unter Vorsitz von Prof. Dieter Prinz überzeugt: Das Gremium, dem neben den Eigentümern - katholische Kirchengemeinde, Stadt, Familie Muhr - auch Vertreter der Ratsfraktionen angehörten, empfiehlt, diesen Entwurf als Grundlage für die Neuordnung des Kirchhügels und die Revitalisierung des Kirberger Hofes zu nutzen.

Die Planung: Das zweigeschossige Pfarrzentrum im Südosten des Kirchhügels - mit einem Zugang von der Berghausener Straße - wird den Pfarrsaal, das Pfarrbüro, das Jugendzentrum und die Bibliothek beherbergen. Die Kirche erhält einen neuen Zugang von Westen her, eine südlich davon gelegene Wiese bietet Platz für Freiluftveranstaltungen.

Östlich des Kirchhügels entsteht ein neues Wohnquartier: Die Kita St. Dionysius erhält ein neues L-förmiges Gebäude im Nordwesten des Blocks. Sie liegt dann an dem neu geschaffenen Weg östlich des Kirchhügels, der die Berghausener Straße mit dem Bürgerhaus verbinden soll. Gekreuzt wird dieser von einem ebenfalls neuen Fußweg nach Osten. Am alten Standort der Kita wird ein maximal dreigeschossiger Gebäuderiegel entlang der Landstraße errichtet. Im Osten des Kirchengrundstücks soll ein parallel zur vorhandenen Bebauung angeordneter Gebäuderiegel das Ensemble abschließen.

Die Architekten aus dem Ruhrgebiet wollen die Bedeutung des Kirberger Hofes als historischen Kern Baumbergs betonen und daher die unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteile stärker herausarbeiten. Als "langfristige Entwicklungsmaßnahme" ist geplant, den jetzigen Reitplatz und die Paddocks mit zweigeschossigen Stadthäusern in Hofform zu überbauen, maßstäblich an die historische Anlage angepasst.

Die Bewertungskommission lobt das "ausgewogene Verhältnis zwischen dem Wunsch nach Innenentwicklung und dem Ausbau des öffentlichen Grünzuges", der eine klare Struktur vorgebe. Außerdem lasse sich das Konzept in langfristige Ausbaustufen gliedern, was den Interessen der jeweiligen Eigentümer entspreche. Insbesondere ermögliche dieses "flexible Grundgerüst" der Kirche, einen architektonischen Wettbewerb allein für ihr Areal auszuloben.

Die Kommission hat für das weitere Bebauungsplanverfahren aber noch einige Empfehlungen ausgegeben: Danach sollen sich die Höhen der Neubauten im Norden an der sich östlich anschließenden Bebauung orientieren. Die Anwohner, die jetzt auf Weiden blicken, hatten nämlich die Befürchtung geäußert, dass ihnen dort ein viergeschossiger Klotz vor die Nase gesetzt werden könnte. Auch soll gewährleistet werden, dass keine Konflikte der neuen Nachbarn mit den Veranstaltungen im Bürgerhaus entstehen können. Klaus Hilgers hatte während des Bürgerinfoabends auf die Konflikte in der Vergangenheit und Bedeutung des Bürgerhauses für die örtlichen Vereine hingewiesen. Weil sich viele Bürger um den alten Baumbestand auf dem Kirchgrundstück sorgten, empfiehlt die Kommission, diesen zu erhalten.

Quelle: RP
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