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Langenfeld
So vielfältig kann Praktikum sein

Langenfeld: So vielfältig kann Praktikum sein
Zwei von etwa 100 Betriebspraktikanten aus der 10. Jahrgangsstufe des Konrad-Adenauer-Gymnasiums: David Graf schnuppert in die Stadtplanung im Rathaus hinein, Alexandra Ludwig in den Arbeitsalltag der Musikschule. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Zehntklässler des KAG machen zurzeit ein Betriebspraktikum. RP-Praktikantin Sophie Sprengel besuchte vier ihrer Mitschüler am Arbeitsplatz.

Ein bisschen erschnuppern, was nach der Schule auf sie zukommen könnte - das ist das Ziel der dreiwöchigen Betriebspraktika von etwa 100 Konrad-Adenauer-Gymnasiasten.

Die "Grundschullehrerin" Celina Hieronimus hat sich bei der Praktikumsstelle für die Grundschule Richrath-Mitte entschieden - die sie selbst nicht besucht hat. "Ich möchte das besser machen, womit ich bei meinen eigenen Grundschullehrern unzufrieden war", sagt die 15-Jährige über ihr Berufsziel. Dabei sei für sie nicht nur wichtig, den Kindern etwas beizubringen, sondern sie auch in den vier Jahren ihrer Entwicklung menschlich zu begleiten. Im Unterricht der Richrather Schule hilft Celina den Kindern bei der Bewältigung von Aufgaben. Am Nachmittag unterstützt sie sie bei den Hausaufgaben und spielt mit ihnen. Auch ein wenig "eigener" Unterricht unter Lehreraufsicht ist noch vorgesehen. Das Praktikum habe sie in ihrem Berufswunsch bestärkt: "Die Kinder und Lehrer sind superfreundlich. Das macht mir wirklich viel Spaß hier", sagt Celina.

Der "Stadtplaner" David Graf erwägt, Geografie zu studieren. Im städtischen Referat für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Denkmalschutz kann er sein Faible fürs Entwerfen und Planen schon mal ausleben. Zum Beispiel, wenn er "freie Gebiete" in Langenfeld zugeteilt bekommt. Die schaut er sich dann auf der Luftbildkarte am Computer an, ehe er fiktive Pläne für eine Bebauung entwickelt und draufloszeichnet. Dabei sei es wichtig, auf die Umgebung zu achten, da nicht jedes Gebäude an jeden Ort passt, erklärt der 15-Jährige. "Manchmal fahre ich auch raus, schau mir bestimmte Gebäude an und mache Fotos", erzählt er. Auch den Planungs- und Umweltausschuss hat David schon besucht.

Die "Musikerin" Alexandra Ludwig verbringt ihr Betriebspraktikum in der städtischen Musikschule. "Ich mag Musik sehr gerne und könnte mir vorstellen, Musik zu studieren", sagt die 15-Jährige. An ihrem Praktikum genießt sie natürlich in erster Linie, viel Musik um sich zu haben, aber auch in Kontakt mit Schülern zu treten. Zwei Stunden am Vormittag ist sie täglich im Langenfelder Rathaus, wo kleinere Musikschul-Verwaltungsaufgaben auf sie warten, wie etwa Konzertprogramme, Flyer oder Ankündigen schreiben. Nach der Mittagspause geht es in den Musikunterricht - sowohl in Einzel- und Partnerstunden für die verschiedensten Instrumente als auch in Orchesterproben der unterschiedlichen Ensembles. Dabei hat Alexandra schon viel über den Unterrichtsaufbau und die bevorzugten Unterrichtsmethoden erfahren. "Ich würde dieses Praktikum auf jeden Fall all denjenigen weiterempfehlen, die später gerne etwas mit Musik machen wollen", sagt die KAG-Schülerin.

Der "Bankkaufmann" Lukas Krings steht am Schalter der Stadt-Sparkasse, bedient Kunden und hilft bei Ein- oder Auszahlungen und dem Ausfüllen von Überweisungen. "Der Kontakt zu den Kunden gefällt mir bei dem Praktikum am besten", sagt der 16-Jährige. Deshalb freut es ihn, dass er sogar bei Kundenberatungen in der Wertpapierabteilung dabei sein darf.

Quelle: RP
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