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Kreis Mettmann
So wird das Ausstellungsjahr 2016

So wird das Ausstellungsjahr 2016
So wird das Ausstellungsjahr 2016 FOTO: Str�cken,Lothar
Kreis Mettmann. Die Museen im Kreis Mettmann haben etwas gegen Langeweile - nämlich viele gute Idee für Ausstellungen. Auf das neue Jahr können sich Freunde von Fotografie und Mode, Mythen und Geschichte, Malerei und Tierwelt freuen. Eine Auswahl.

Langenfeld Farbenfroh und abstrakt wird es ab 6. März in der Wasserburg Haus Graven in Langenfeld. Der Krefelder Künstler Uwe Esser zeigt bis zum 22. Mai seine Malerei in dem historischen Gemäuer. "Die Vorbereitungen laufen", sagt Doris Wasserrab-Noelte vom Förderverein des kulturellen Kleinods. Einen Titel für die Werkschau gebe es noch nicht. "Wir stehen in engem Kontakt mit dem Künstler und arbeiten an der genauen Konzeption." Die Öffnungszeiten sind samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Im Stadtmuseum, Hauptstraße 83, wird die neue Werkschau "Heinrich Vogeler – vom Romantiker zum Revolutionär" vorbereitet. Der Mitbegründer der Worpsweder Künstlerkolonie zählt zu den erfolgreichsten Jugendstilkünstlern seiner Zeit. "Die Ausstellung präsentiert anhand von ausgewählten Werken Vogelers Biografie", sagt Hella-Sabrina Lange, Leiterin des Stadtmuseums. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Die Ausstellung läuft ab dem 30. Januar bis zum 24. April und beinhaltet rund 50 Werke.

Mettmann Den Untertitel "Eine Frage der Perspektive trägt die Ausstellung "Zwerge & Riesen" im Neanderthal Museum in Mettmann. "Natürlich ist die erste Assoziation mythisch", erklärt Melanie Wünsch, verantwortlich für das Konzept der im Kellergeschoss an der Talstraße gezeigten Schau. Bereits in der griechischen Mythologie wimmelt es nur so von Giganten und Titanen, angefangen bei Atlas, der quasi mit links das Himmelsgewölbe stützt, bis zu Feuerbringer Prometheus.

Weniger dramatisch, dafür wohlig gruselig oder poetisch heiter geht es später in verschiedenen Märchen weiter. Vorbei an "Dirkules", The German Wunderkind Nowitzki, und Weltfußballer Lionel Messi, der Dank in seiner Jugend verabreichten Wachstumshormonen auf das Gardemaß von 169 Zentimetern kommt, betritt der Besucher die in interessante Bereiche gegliederte Schau. Zu sehen dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. – Bis 1. Mai, Neanderthal Museum, Talstraße 300

Hilden Das Wilhelm-Fabry-Museum Hilden zeigt eine Ausstellung über das Leben der Fischotter. Bis zum 6. März 2016 ist die Schau mit vielen Exponaten im Museum, Benrather Straße 32a, zu sehen. Weltweit leben 13 verschiedene Otterarten am und im Wasser. Auf allen Kontinenten (außer Australien und in der Antarktis) besiedeln sie die Ufer von Flüssen, Bächen, Seen und finden sogar Lebensraum in überfluteten Reisfeldern und im Meer. Der Europäische Otter war früher in unserer näheren Umgebung heimisch, bevor ihm der Mensch durch Flussregulierungen, Baumaßnahmen, Gewässerbelastung und übermäßige Bejagung den Lebensraum nahm. Die gute Nachricht: Im nördlichen NRW haben die ersten Fischotter, von Norden kommend, wieder Fuß gefasst. Ein Vertreter der Wassermarder hält seit fast zehn Jahren in Hilden die Fahne für die Fischotter hoch: "Nemo", der zahme Kurzkrallenotter aus dem Düsseldorfer Aquazoo ist bekannt wie ein bunter Hund. Er lebt als Familienmitglied beim früheren Aquazoo-Direktor Wolfgang Gettmann in Hilden.

Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, Hilden, www.wilhelm-fabry-museum.de

Ratingen Egal wie schön die Kleider, Hüte oder Anzüge sind – irgendwie haben sie bei den Ausstellungen im Industriemuseum Cromford immer etwas mit Krieg zu tun. So auch bei der aktuellen Schau, die "Die Macht der Mode" heißt und Kleidung und Attitude als Spiegel gesellschaftlichen und damit politischen Wandels zeigt, "Zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik". Mit über 130 Originalkostümen, Accessoires, Objekten aus dem Alltag sowie zahlreichen Fotografien zeigt die von Claudia Gottfried und Christiane Syré kuratierte Ausstellung, wie Mode und Kleidung in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf die rasanten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen reagierten. Geöffnet dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Eintritt: 5,50, ermäßigt vier Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Bis 30. Oktober, LVR-Industriemuseum Cromford, Cromforder Allee 24, Ratingen

Ratingen Collagen zählen seit den Zeiten des Ersten Weltkrieges zu den großen Kunstformen der Moderne. Ob Kubismus, Konstruktivismus oder Dadaismus – das collagierte Werk gilt als ideales Mittel zur Auslotung von Grenzen und deren Überwindung. Die Ausstellung zeigt ab 29. Januar, 18 Uhr, aktuelle Collagen von Nadin Maria Rüfenacht, Anett Stuth und Christopher Muller in der Technik unserer Zeit – der Fotografie. Rüfenacht collagiert Fragmente menschlicher, tierischer und pflanzlicher Formen zu grotesken Figuren und bedient sich kunsthistorischer oder enzyklopädischer Abbildungen. Die fotografischen Collagen von Stuth sind häufig gekennzeichnet durch vielschichtige Differenzierungen von Imagination und Illusion. In ihren Arbeiten werden unterschiedliche Aspekte von Raum, Zeit und Bild miteinander verbunden und erschaffen so eine neue Wirklichkeit. Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit Mullers steht die Kombination und Konfrontation vertrauter Objekte und Situationsfragmente, die sich häufig zu symbolhaft aufgeladenen, oftmals ironisch gebrochenen Allegorien verdichten.

Bis 22. Mai, Museum Ratingen, Grabenstraße 21, www.ratingen.de

Quelle: RP
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