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Langenfeld
So wird das Fahrrad flott fürs neue Schuljahr

Langenfeld. ADFC und städtisches Klimaschutz-Team veranstalten morgen Vormittag einen Reparaturkursus für Familien. Von Thomas Gutmann und Dorian Audersch

Das Schutzblech klappert, die Kette sitzt verdächtig locker, das Rücklicht defekt. Jetzt, da die Kinder wieder zur Schule radeln, heißt es an manchem Frühstückstisch: Wer repariert mein Fahrrad? Oder bringen wir es lieber gleich zum Mechaniker? Um den Betroffenen die Entscheidung fürs Selbermachen zu erleichtern, veranstalten Stadt Langenfeld und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) am morgigen Samstag einen Reparaturkursus (siehe Info). Für diejenigen, die nicht teilnehmen können, hier ein paar Fahrradcheck- und -reparaturtipps von Kursleiter Peter Trappenberg vom ADFC:

Sattelhöhe Ist sie noch richtig eingestellt? Als Richtschnur gilt: Wenn das Pedal, mit der Hacke getreten, unten steht, darf das Knie nicht ganz gestreckt sein. Ein größeres Fahrrad sollte her, wenn das Kind mit den Knien an den Lenker kommt oder die notwendige Sitzhöhe mit einer "normalen" Sattelstütze nicht mehr herstellbar ist.

Werkzeug Laut Trappenberg besteht das notwendige Equipment für eine kleinere Fahrradreparatur (vor allem Schlauchflicken) aus Flickset, 15er-Maul-Schraubenschlüssel, Imbussschlüsseln (bzw. entsprechendes Allzweck-Werkzeug), Luftpumpe, Ersatzschlauch und mindestens zwei Reifenhebern, um das Gummi von der Felge zu lösen.

Platter Reifen Ein alter, poröser Reifen oder Schlauch ist besonders pannenanfällig. Deshalb rät Trappenberg zu zeitigem Austausch. Während der Vorderreifen meistens relativ einfach abmontiert werden kann, ist es beim Hinterrad schwieriger, weil Gangschaltung, Bremsen und Kette demontiert werden müssen. "Das ist nur empfehlenswert, wenn man sich mit der Mechanik auskennt", sagt der ADFC-Mann. Die Alternative sind "Schläuche am Stück", die ohne Raddemontage um die Felgen gelegt werden können.

Flicken Um ein kleines Loch erkennen zu können, ist meist Wasser nötig, das die entweichende Luft sichtbar macht. Ist keines vorhanden, empfiehlt Trappenberg, den Schlauch am geschlossenen Augenlid vorbeizuführen. "Da bemerkt man den kleinsten Luftzug." Nach dem Flicken empfiehlt der Experte, ein bisschen Luft in den Schlauch zu pumpen. "Das erleichtert das Aufziehen."

Bremsen Die Bremsklötze müssen ausgetauscht werden, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich erkennbar sind - oder sich eine Kante "eingebremst" hat.

Kette Muss gelegentlich geölt werden, um die Gelenke vor Rost und Verunreinigungen zu schützen. Das Öl darf nicht zu dünnflüssig sein. Die Kette ist ein klassisches Verschleißteil und kann mit der Zeit ausleiern. Sie sollte in regelmäßigen Abständen geprüft werden. "Reißt eine Kette, kann es zum Sturz kommen", warnt Trappenberg.

Beleuchtung Vorder- und Rücklicht, beide im funktionsfähigen Zustand, sind vorgeschrieben. Deshalb sollte man mit einer Reparatur, falls nötig, nicht zögern und nicht erst nach den ersten Dunkelfahrten im Herbst zur Tat schreiten.

Quelle: RP
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