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Monheim
So wird Truthahn amerikanisch serviert

Monheim. Die Volkshochschule bietet ein Seminar zum stilechten, amerikanischen Kochen anlässlich von Thanksgiving. Von Martin Mönikes

Thanksgiving ist alljährlich am vierten Donnerstag im November. Es ist für die US-Bürger der wichtigste Tag im Laufe des Jahres, der Inbegriff amerikanischen Familienlebens. Die Volkshochschule (VHS) Monheim bietet am 24. November einen Kochkursus an, bei dem Rheinländer die Möglichkeit haben, diesem Brauch kulinarisch und sprachlich nachzuspüren. Nach gut besuchten Seminaren zur Kunst des Tee-Trinkens und den Feinheiten der echten Sandwiches bietet Monika Oetker, langjährige VHS-Dozentin für Englisch, nun ein Thanksgiving-Menü an, bei dem die Teilnehmer "während der Zubereitung und des Essens hauptsächlich Englisch sprechen, so dass sie nebenbei ihre Sprachkenntnisse auffrischen können".

Die frühere Export-Kauffrau, die den Kursus gemeinsam mit der Ernährungsberaterin Maggie Schmidt leitet, weiß: "Wer ein Land kennenlernen will, interessiert sich auch für Kultur, Sitten, Gebräuche und die Besonderheiten der landestypischen Küche".

So werden die Kursteilnehmer die verschiedenen Theorien hören, wie und wann der Brauch entstanden ist, und welche Auswirkungen dieses, um den Freitag verlängerte, freie Wochenende auf das amerikanische Alltagsleben hat.

Zum nationalen Feiertag wurde Erntedank erst 1863 auf die Initiative Abraham Lincolns hin und auf den vierten Donnerstag im November festgesetzt.

Zum VHS-Thanksgiving-Menü werden sich die Dozentinnen am Ursprung des Festes orientieren. Dabei ging es darum, dass die dankbaren Siedler den Indianern zeigen wollten, dass sie von ihnen gelernt hatten, wie man Gemüse anbaut. Es ist zweifelhaft, dass damals schon ein gefüllter Truthahn gereicht wurde. Auch die VHS-Kochkursteilnehmer werden vermutlich keinen Truthahn braten, sondern eine Pute. Denn:. Der echt amerikanische Truthahn sättigt 12 bis 16 Gäste, aber die Bratzeit (je Person eine Stunde) ist ein Problem.

"Die vielen für uns ungewöhnlichen, aber typisch amerikanischen Beilagen haben einen sehr hohen Stellenwert", konzentriert sich Monika Oetker auf das aus ihrer Sicht Wesentliche. Wichtige Zutaten sind zum Beispiel Bohnen, Cranberries und Kartoffelbrei. So können grüne Bohnen mit Ziegenkäse, Tomaten, Mandeln kombiniert werden, mit Cranberry-/Apfel-Soße oder Kartoffelbrei mit karamellisierten Zwiebeln und Gorgonzola. Am Ende werden die Kursteilnehmer jeweils zwei verschiedene Soßen, Gemüsebeilagen, Salate und Kartoffelbreie kennengelernt haben. Die Rezepte-Mappe dürfen sie mitnehmen, so dass zu Hause nachgekocht werden kann. Damit können Hobbyköche nicht nur an Thanksgiving die Gäste beeindrucken.

Die Pute wird mit passender Füllung versehen, die Teilnehmer sollten sich von den Rezepten der Kursleiterinnen überraschen lassen. Die traditionelle Thanksgiving Füllung in Amerika ist das Corn-Bread-Stuffing. Es besteht aus Maisbrot, Zwiebeln, Eiern, Sellerie und Petersilie. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Variationen, zum Beispiel schön deftig mit Speck und Aprikosen, mediterran mit Ciabatta und Pesto oder raffiniert mit Reis und Apfel. Bevor der Truthahn in den Ofen wandert, wird er innen und außen gesalzen und gepfeffert und mit dem Stuffing gefüllt.

Quelle: RP
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