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Langenfeld
Spachtelmasse für die ganze Welt

Langenfeld: Spachtelmasse für die ganze Welt
Monika Maiburg, Tochter des Gründers und Geschäftsführerin des mittelständischen Familienunternehmens Airo Chemie. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Airo Chemie in Langenfeld stellt chemisch-technische Produkte her. Damit werden auch weltweit Autos repariert. Von Martin Mönikes

Laien staunen immer wieder, wenn Spezialisten es schaffen, einen heftigen Unfallschaden am Auto wegzuzaubern. Für Reparaturen an der Karosserie benötigen die Fachleute neben geschickten Händen die richtige Spachtelmasse. Und vermutlich stammt die Spachtelmasse, die Fahrzeugen zur alten Schönheit verhilft, aus Langenfeld.

Seit 1957 produziert Airo Chemie primär Spachtelmassen auf Basis ungesättigter Polyesterharze für den professionellen Anwendungsbereich. Entsprechend dem Werbeslogan "Airo Chemie... weltweit ein Begriff" exportiert das 1967 nach Langenfeld gezogene Chemieunternehmen 60 Prozent seiner Produkte in die ganze Welt.

Der Firmengründer Alexander Schmiemann begann in den 1950er Jahren mit der Entwicklung dieser Produkte. "Damals wurde noch in Bottichen gerührt und gemixt", erzählt Monika Maiburg, Tochter des Gründers und heute alleinige Geschäftsführerin des mittelständischen Familienunternehmens mit fast 50 Mitarbeitern.

Los ging's damals mit Produkten für den Bereich der Autoreparatur und Karosserieinstandsetzung. Aus den vom Senior erreichten Patenten erwuchsen immer neue Anwendungsgebiete. Gespachtelt wird heute in Holz, Metall, Stein, Marmor, Kunststoff, im Modellbau, in der Möbelindustrie, der Orthopädie und im Schiffsbau.

Was macht gute Spachtelmassen aus? Sie müssen schnell härten, gut schleifbar und auf den Haftungsgrund abgestimmt sein. In vielen Fällen sind Wasser- und Witterungsbeständigkeit gefordert. Die Mitarbeiter, meist Chemie-Fachleute, forschen, entwickeln und produzieren in den mehrfach erweiterten Gebäuden an der Carl-Leverkus-Straße, von wo auch die Kunden weltweit beliefert werden.

Eigene Vertriebsunternehmen existieren aber auch: in Belgien, den Niederlanden und der Tschechoslowakei.

"Innovation prägt das Geschäft", sagt Monika Maiburg. Zum einen würden zum Beispiel bei den Fahrzeug- und Bootsbauern ständig neue Materialien genutzt, zum anderen seien immer strengere Umwelt- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Mit regelmäßigen Schulungen der Kunden und des eigenen Personals werde die Qualität gesichert. Aktuelle Neuentwicklungen sind zum Beispiel Lösungsmittel- und geruchsfreie Spachtelmassen. Sie sind erhältlich mit zehn Farbkonzentraten, um Risse und Fehlstellen auf Holzoberflächen zu reparieren. Aber auch neue Sprays mit frischem Zitronenduft gibt es mittlerweile, die hartnäckige Verunreinigungen entfernen, etwa an Grillrosten oder Scheiben.

Hobbyhandwerker und Privathaushalte sind für Airo Chemie nicht erste die Zielgruppe, sondern Großhändler. Trotzdem bietet Airo Chemie auch Verpackungsgrößen für Hobbybastler an.

Für den Profibereich liegen die Verpackungsgrößen zwischen einem Kilo und 250 Kilo.

www.airo-chemie.com

Quelle: RP
 
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