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Langenfeld/Monheim
Spargel aus Langenfeld und Monheim ist reif

Langenfeld/Monheim: Spargel aus Langenfeld und Monheim ist reif
Robert Bossmann hat die Spargelsaison eröffnet; die letzte auf dem Feld an der Düsseldorfer Straße in Langenfeld. FOTO: Matzerath
Langenfeld/Monheim. Robert Bossmann bietet wieder Spargel vom Feld an der Düsseldorfer Straße an. Nach dieser Saison ist dort wegen neuem Baugebiet Schluss. Von Stephan Meisel

Die Spargelsaison ist eröffnet. Seit gestern verkauft Robert Bossmann das Stangengemüse, das er in beiden Städten anbaut. "Im vorigen Jahr war der erste Spargel wetterbedingt zwei Wochen früher reif, 2013 erst Ende April", sagt Bossmann auf seinem einen Hektar großen Feld an der Düsseldorfer Straße in Langenfeld. Er blickt etwas wehmütig, denn an dieser gepachteten Stelle wird es die letzte Erntezeit sein. Das Areal rund um den "Berghausener Blumentopf" wird noch in diesem Jahr bebaut. "Für 2016 bin ich in Langenfeld noch auf der Suche nach einer neuen Fläche. Ich bin zuversichtlich, etwas Geeignetes zu finden."

Bis zu 300 Eigenheime und Wohnungen, ein Ladenzentrum und eine Kindertagesstätte sollen auf dem 45 000 Quadratmeter großen Wiesengelände errichtet werden. Wann die Bagger anrollen, steht laut Stadt-Chefplaner Ulrich Beul noch nicht genau fest. "Baurechtlich ist alles klar, aber der Grundstückserwerb ist noch nicht ganz abgeschlossen. Sobald der letzte Vertrag unterschrieben ist, geht es los. Alle stehen Gewehr bei Fuß. Das kann sehr schnell gehen." Zunächst wird nach den Worten des Investors Joachim Wollny (Fundus Objekt GmbH; Hürth) der Kreisel anstelle der Einmündung Theodor-Heuss-/Düsseldorfer Straße errichtet und der nördliche Geländeteil bebaut.

Während der bis Ende Juni dauernden Spargelsaison hat Bossmann mit seiner im Südteil gelegenen Anbaufläche noch Schonzeit. Den Wegfall des Ackers mit Direktverkauf am gut sichtbaren Stand direkt daneben bedauert er sehr. Dort sei der Umsatz stets deutlich höher als an jeder anderen Stelle gewesen. Größer sind seine Spargelfelder indes mit insgesamt 5,5 Hektar in Monheim. Überwiegend liegen sie in Baumberg - und dort droht Bossmann nun ein herber Verlust. Wegen der geplanten Wohnsiedlung am Waldbeerenberg gehen ihm nach eigenen Angaben 4,5 Hektar Acker für den Spargel- und Erdbeeranbau verloren. "Es ist eben für Investoren interessanter und macht dem Rathaus weniger Arbeit, in die freie Landschaft zu bauen statt in Wohngebieten die Baulücken zu schließen." Somit ist Bossmann in beiden Städten auf Flächensuche.

Am Verkaufsstand neben seinem Langenfelder Anbaufeld kostete das Kilo weißer Spargel gestern XXX Euro; die grünen Sorten seien erst in etwa zwei Wochen so weit. Wegen des an die Erntehelfer zu entrichtenden Mindestlohns steigen nach Bossmanns Worten die Preise allgemein. "Doch am Ende geben Absatz und Nachfrage den Ausschlag, so dass die Marktpreise mit zunehmender Menge günstiger werden."

Quelle: RP
 
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