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Langenfeld
Sparkasse will eigenständig bleiben

Langenfeld: Sparkasse will eigenständig bleiben
Langenfeld. Bilanzsumme der Stadt-Sparkasse ging 2015 zurück. Filiale Hardt ist jetzt SB-Standort, zwei weitere kommen hinzu. Von Stephan Meisel

Die Stadt-Sparkasse Langenfeld soll auf Dauer eigenständig und unabhängig bleiben. "Das ist unser oberstes strategisches Ziel", sagte Vorstandsvorsitzender Dirk Abel beim Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Das Zahlenwerk, das er mit Vorstandsmitglied Stefan Noack für 2015 vorlegte, ist unterm Strich solide, zeigt aber auch Rückgänge auf: Die Bilanzsumme beträgt 1,33 Milliarden Euro, liegt damit um 8 Millionen Euro unter von 2014. Und die Kundeneinlagen verringerten sich gar um 16 Millionen auf nun 1,077 Milliarden Euro. Immerhin stieg das Kreditvolumen (siehe Infobox). Der Gewinn beträgt 3,617 Millionen Euro.

Fusionspläne wie zurzeit etwa im Raum Kleve/Emmerich gibt es nach den Worten der beiden Langenfelder Sparkassenchefs nicht. Um die Eigenständigkeit dauerhaft zu erhalten, müsse indes das Eigenkapital bis zum Jahr 2019 durch entsprechende Erträge kontinuierlich gesteigert werden. Abel: "Wir haben dieses strategische Ziel ausdrücklich festgelegt, damit allen Mitarbeitern die Notwendigkeit klar ist."

Positiv bewertet der Vorstand das Kreditgeschäft des vergangenen Jahres. Mit einem Gesamtbetrag von 185,6 Millionen fingen die vor allem an Gewerbebetriebe neu verliehenen Darlehen die überdurchschnittlich hohen Tilgungsrückflüsse auf. "Wir konnten unsere Position als Hauptfinanzierer des Langenfelder Mittelstandes weiter stabilisieren", sagt Abel.

Die Finanzierung von Wohnimmobilien sei dabei ein weiteres zentrales Geschäftsfeld, ergänzt Noack. "Langenfeld ist ein beliebter Wohnstandort mit aktiver Bautätigkeit." Die zur 2015 zur privaten Baufinanzierung vergebenen Kredite summierten sich auf 51,2 Millionen Euro, das seien 38,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. "Dies liegt nicht zuletzt an den weiter anhaltend günstigen Zinsen."

Online-Banking und Digitalisierung nehmen zu, deutlich rückläufig sei indes bereits seit einigen Jahren das Kundenaufkommen in den Geschäftsstellen. Mit diesem Hinweis begründen die Vorstände den zum Jahreswechsel erfolgten Abzug der kompletten Belegschaft aus der Immigrather Filiale an der Hardt. Das Foyer mit Geld- und Überweisungsautomat sowie Kontoauszugsdrucker bleibe erhalten; wenn das Gebäude verkauft ist, werde das Foyer gemietet. Die bisher an der Hardt eingesetzte Belegschaft arbeite in der als Beratungscenter gestärkten Filiale in Richrath.

Zudem sollen nach Noacks Angaben 2016 zwei neue Selbstbedienungs-Standorte hinzukommen: Noch im ersten Halbjahr werde ein Pavillon mit Automaten in Wiescheid an der Einmündung Kirchstraße/Zur Wasserburg aufgestellt, ein zweiter folge im Berghausener Neubaugebiet zwischen Blumen- und Düsseldorfer Straße. "Dadurch ist die Stadt-Sparkasse künftig siebenmal statt bisher nur fünfmal in Langenfeld vertreten und versorgt so die Kunden noch besser mit Bargeld und einfachen Finanzdienstleistungen als bisher." Indes verringerte sich 2015 die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr von 233 auf 225, die der Auszubildenden von 17 auf 15.

Quelle: RP
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