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32:28 - Glancovicova reißt alle Elfen mit

Lokalsport: 32:28 - Glancovicova reißt alle Elfen mit
Nichts verlernt: Co-Trainerin Denisa Glancovicova glänzte beim Sieg gegen Buxtehude mit acht Treffern und ging mit ihren 34 Jahren voran. Von ihrer Routine profitierten alle Mitspielerinnen, so dass Trainerin Renate Wolf "ganz tief den Hut" zog. FOTO: Uwe MISERIUS
Leverkusen. Die spielende 34-jährige Co-Trainerin Denisa Glancovicova erzielt acht Treffer beim Sieg gegen Buxtehude und spielt wie in alten Zeiten. In Spiel eins nach der Wechsel-Ankündigung liefert auch Kim Naidzinavicius ab. Von Tobias Krell

Kim Naidzinavicius stand unter besonderer Beobachtung. Im ersten Spiel nach der Ankündigung ihres Abschieds im Sommer achteten die Fans von Bayers Handballerinnen naturgemäß vor allem auf die Vorstellung der Nationalspielerin. Und die lieferte in ihrem fünftletzten Heimspiel für die Leverkusenerinnen eine blitzsaubere Leistung ab. Sie war mit sieben Treffern zweitbeste Schützin ihres Teams beim 32:28 (16:16) gegen den Buxtehuder SV und maßgeblich an der stärksten Phase der Elfen gleich nach der Pause beteiligt.

Doch eine Teamkollegin stahl ihr ein wenig die Show - und das war ausgerechnet die treueste und dienstälteste Spielerin im Kader. Co-Trainerin Denisa Glankovicova trumpfte im Rechten Rückraum auf wie in ihren besten Zeiten. Neben acht Feldtoren riss die 36-jährige ihre deutlich jüngeren Mitspielerinnen mit und verdiente sich ein Sonderlob der Chefin: "Vor ihrer Leistung ziehe ich ganz tief den Hut", betonte Trainerin Renate Wolf.

Sonst mochte Wolf nach diesem Gala-Auftritt keinen ihrer Schützlinge aus dem funktionierenden Kollektiv herausheben. Hätte sie es getan, wäre sie wohl neben Naidzinavicius und Glankovicova auch an Kim Berndt nicht vorbei gekommen. Die führte klug Regie, nutzte die sich bietenden Möglichkeiten, war sechsmal erfolgreich vor dem Tor und lieferte eine ihrer besten Leistungen im Elfen-Trikot ab.

Anders als in den vergangenen Partien zeigten die Leverkusenerinnen von Beginn an, weshalb Gäste-Coach Dirk Leun seine Schützlinge im Vorfeld eindringlich vor ihnen gewarnt hatte. In einer ersten Hälfte auf Augenhöhe lief vorne zwar längst nicht alles zusammen, aber ein nicht allzu konsequenter Innenblock der Gäste und Unsicherheiten der BSV-Torhüterin Antje Lenz spielten den Elfen in die Karten, zumal die Deckung sicher stand.

Waren die Fans in der Smidt-Arena mit der ersten Hälfte schon sehr zufrieden, versetzen die Elfen sie nach dem Seitenwechsel regelrecht in Verzückung. Hinten packten sie nun noch fester zu und vorne stellte Naidzinavicius eindrucksvoll unter Beweis, dass bis zum Ende ihrer Dienstzeit am Rhein mit ihr zu rechnen sein wird.

"Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dieser Leistungen", versicherte Wolf etwas geschafft von den packenden 60 Minuten, aber sichtlich erleichtert. Die starke Vorstellung gegen Buxtehude gefiel ihr besonders gut, weil die Elfen so ein positives Gefühl in die nun anstehende zweiwöchige Pause nehmen. Statt Wunden zu lecken können sie sich nun ganz darauf konzentrieren, ihre starke Form für die nächsten - nicht minder schweren - Aufgaben zu konservieren. Weiter geht es für die Elfen am 5. März mit der Partie beim TuS Metzingen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Leverkusenerinnen erst in mehr als einem Monat: am 27. März gegen den VfL Oldenburg.

Elfen: Gaiovych, Fehr - Heldmann, Glankovicova (8), Adams, Karolius (5), Naidzinavicius (7/1), Ruthenbeck (1), Berndt (6), Jochin, Janouskova (1), Adeberg, Schilk, Rode (4).

Quelle: RP
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