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Motorsport
Alter Hase, neue Spannung

Motorsportler Jörg Bergmeister strebt in der American Le Mans Series 2010 seinen fünften Titel an. Schon der Auftakt bei den zwölf Stunden von Sebring (Florida) wird dem schnellen Langenfelder im Porsche alles abverlangen. Von Michael Deutzmann

Das Kribbeln war schon lange wieder da. Jörg Bergmeister mag inzwischen ein alter Hase in der American Le Mans Series sein, weil er dort seit vielen Jahren Stammgast ist – und ganz bestimmt einer der erfolgreichsten Fahrer. Doch die 79 Rennen mit 29 Siegen und vier Titeln in der Meisterschafts-Wertung haben nichts daran geändert, dass jede Saison ein neues Abenteuer ist. "Es wird mit Sicherheit nicht einfacher", betont der Langenfelder, der sich allerdings dem Kampf gegen die harte Konkurrenz gerne stellt. Die Jagd nach Punkten beginnt am Samstag in Florida, wo das traditionsreiche Zwölf-Stunden-Rennen von Sebring die Serie 2010 eröffnet.

Natürlich Patrick Long

Bergmeister nimmt das schwierige Unternehmen Titelverteidigung wieder fürs Team Flying Lizard Motorsports auf Sonoma (Kalifornien) in Angriff. Stamm-Partner ist erneut der US-Kollege Patrick Long, mit dem er drei seiner vier ALMS-Titel erreichte. In der Saison 2009 stellten die Werksfahrer, die seit Langem eine Freundschaft verbindet, sogar einen Rekord auf – durch fünf Siege hintereinander.

"Das Auto sollte auf jeden Fall wettbewerbsfähig sein", sagt Bergmeister über den Porsche 911 GT3 RSR. Die Test-Sitzungen in den vergangenen Tagen brachten zwar ein paar Probleme, die jedoch zu beheben sein dürften. "Das ist das härteste Rennen der Saison, aber wir haben viel getestet und sind gut vorbereitet. Vor Überraschungen ist man in Sebring trotzdem nie sicher", betont der 34-Jährige, der den Kurs mit vielen Kurven und Bodenwellen als Mittelding betrachtet: "Nicht meine Lieblingsstrecke, aber auch nicht schlimm."

Drei Mann, ein Auto

Weil der Kurs und die zwölf Rennstunden hohe Belastungen erzeugen, bekommt das Duo Bergmeister/Long für Sebring wiederum Verstärkung durch Marc Lieb (Ludwigshafen). Dass die drei heiße Sieg-Anwärter sind, stellen sie sowohl 2008 (Erster) als auch 2009 unter Beweis. Im vergangenen Jahr war Rang vier war nach einer spektakulären Veranstaltung optimal – weil der Porsche deutlich ramponiert über die Ziellinie kam und so die Grundlage für den späteren Triumph legte. "Natürlich wäre es am schönsten, wieder die Meisterschaft zu gewinnen", betont Jörg Bergmeister. Manche Dinge ändern sich eben nie und deshalb ist das Kribbeln längst wieder da.

Quelle: RP
 
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