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Badminton
Auf dem Weg nach oben

Badminton: Auf dem Weg nach oben
Der sportliche Erfolg bei Turnieren ist für den Nachwuchsspieler des FC Langenfeld kein Grund zum abheben. FOTO: AFP, AFP
Badminton. Der 16-jährige Lars Schänzler hat in den vergangenen Monaten mit sehr guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Der sportliche Erfolg bei Turnieren ist für den Nachwuchsspieler des FC Langenfeld jedoch kein Grund zum abheben. Von Nicole Scharfetter

Die Leidenschaft und das Talent zum Badminton liegen wohl in den Genen, denn bereits Guido Schänzler, Vater von Lars Schänzler, war ein erfolgreicher Spieler auf nationaler und internationaler Ebene.

Seit zwei Jahren ist Lars für den FC Langenfeld (FCL) aktiv und konnte vor kurzem sowohl eine Bronzemedaille bei der U17-Europameisterschaft in Caldas da Rainha (Portugal) als auch den ersten Platz beim U19- DBV-Ranglistenturnier in Maintal ergattern. Er machte zuletzt mit überdurchschnittlichen Leistungen auf sich aufmerksam. Es könnten die Initialzündung zu einer erfolgreichen Laufbahn im Sport sein.

Quereinsteiger

Der 16-jährige Schüler aus Pulheim begann seinen sportlichen Werdegang wie viele Jungen zunächst auf dem Fußballplatz. Mit acht Jahren versuchte sich der damalige Grundschüler erstmals im Badminton, blieb dem Fußball aber weiterhin treu. "Ich war im Badminton nicht sofort der Überflieger und brauchte länger als die meisten, um den Ball richtig zu treffen", erzählt das Talent. Nach den ersten Turnieren wurde der junge Sportler schließlich vom Landesverband gesichtet und in den Kader aufgenommen. Das motivierte den Nachwuchsspieler zusätzlich.

Er arbeitete kontinuierlich an seiner Entwicklung. Mit 13 Jahren war er bereits ein Teil des "Talentteams Deutschland". Ab diesem Zeitpunkt intensivierte Schänzler das Badmintontraining. Am Ende blieb keine Zeit mehr für die zweite sportliche Leidenschaft. "Ich habe gemerkt, dass ich im Badminton einfach besser war", meint der 16-Jährige. "Bei drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche blieb einfach keine Zeit mehr zum Kicken."

Doch der Aufwand sollte sich schnell lohnen, denn nur kurze Zeit später spielte Lars für die U15-Mannschaft des TTC Brauweiler in der 2. Regionalliga. Schließlich wurde der FCL auf das junge Talent aufmerksam und konnte ihn überzeugen, sich dem Langenfelder Team anzuschließen.

Hier unterstützt Lars Schänzler inzwischen die zweite Mannschaft, die in der 2. Oberliga beheimatet ist und gab bereits erfolgreich sein Debüt im Regionalligakader des FCL. "Manchmal ist es nicht einfach, Schule, Sport, Familie und Freunde unter einen Hut zu bringen", meint der Schüler, der seit diesem Sommer ein Sportinternat in Mühlheim besucht.

Obwohl er noch keinen konkreten Berufswunsch hat, blickt Lars realistisch in die Zukunft: "Nur die wenigsten können mit Badminton ihren Lebensunterhalt bestreiten. Darum darf die Schule nicht vernachlässigt werden – auch wenn ich durch den Sport öfter als andere fehlen werde." Trotz der Verpflichtungen ist er auch auf schulischer Ebene ehrgeizig.

Zwischen Schule und Sport

Für seine Freunde in Pulheim, die er regelmäßig besucht, findet das Talent genügend Zeit. "Vor Wettkampftagen allerdings bin ich sehr diszipliniert und verzichte grundsätzlich aufs Ausgehen", betont der Nachwuchsspieler, der sowohl seine sportlichen, als auch seine schulischen Pflichten nach eigenem Bekunden gewissenhaft erfüllt.

(RP/rl)
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