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Lokalsport
Auf Monheim wartet ein echtes Spitzenspiel

Monheim. Der Fußball-Landesligist tauschte mit dem DSC 99 das Heimrecht - weil Düsseldorf komplett dicht ist. Von Martin Römer

Das war vorhersehbar und es bedurfte keiner hellseherischen Fähigkeiten, um zu prophezeien, dass der FC Monheim (FCM) in der Fußball-Landesliga irgendwann mal nicht gewinnen würde. In den ersten fünf Spielen zuvor hatte der Aufsteiger einen furiosen Start mit der Maximalausbeute von 15 Zählern hingelegt, ehe er sich zuletzt gegen den TSV Meerbusch II mit einem 0:0 begnügen musste. "Wir sind immer noch ein Aufsteiger - und unser erstes Ziel ist es, uns in der Liga zu etablieren. Wir haben ja nie das Ziel ausgegeben, immer auf Platz eins stehen zu müssen", betont Trainer Dennis Ruess.

In der Analyse der Partie gegen Meerbusch ist Ruess gemeinsam mit seinen Trainer-Kollegen Manuel Windges und Bastian Jensterle bereits fündig geworden. Dafür musste er nur eine Woche zurückgehen, als der FCM beim Rather SV gastierte und mit 2:1 gewann. Die Monheimer bekamen aber die intensive Schlussphase zu spüren, weil André Maczkowiak, Kevin Okereke, Miles Adeoye, Karim Afkir und Patrick Becker aus dem Kampfspiel angeschlagen hervorgingen. Maczkowiak und Okereke standen dann gegen Meerbuch nicht zur Verfügung.

Von den Chancen her hätte der Aufsteiger die Partie in Rath deutlich früher entscheiden und sich so den kräftezehrenden Endspurt ersparen können. "Man darf nicht vergessen, dass wir in den vergangenen Wochen immer wahnsinnig viel investiert haben - im Training und vor allem beim Spiel. In Rath haben wir sehr viel Kraft gelassen. Und wenn es dann gegen einen lauf- und kampfstarken Gegner wie Meerbusch geht, dann merkst du das", erklärt Ruess.

Deshalb kam es ihm nicht gerade gelegen, dass nun für Monheim in dieser Woche noch der Kreispokal auf dem Programm stand. Ruess veränderte die Startelf auf acht Positionen - und flog mit seiner Mannschaft in der ersten Runde gegen den Bezirksligisten SC Reusrath raus (2:4 nach Verlängerung).

Am Sonntag (15 Uhr) wird der Tabellenzweite erneut sein volles Potenzial abrufen müssen, um im Spitzenspiel gegen den Dritten DSC 99 Düsseldorf bestehen zu können. Die Partie hätte eigentlich in der Landeshauptstadt stattfinden sollen, doch wegen des Radrennens "Race am Rhein" wird es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um die Sportanlage des DSC kommen. Die Zufahrt zum Gelände ist extrem erschwert und Parkplätze stehen nicht zur Verfügung, Zunächst gab es sogar die Überlegung, ob die Monheimer mit der S-Bahn anreisen. "Da mit dem Zug hinzufahren, war für uns bei all den Sachen, die wir mitnehmen müssen, keine Option", erklärt Ruess. Letztlich einigten sich beiden Seiten auf einen Tausch des Heimrechts. Der DSC gastiert nun am Sonntag im Rheinstadion und in der Rückrunde fährt der FCM nach Düsseldorf.

Quelle: RP
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